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Karlsruhe: Presseportal

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9. Februar 2011

Informationsveranstaltung zur geplanten Sanierung des Knielinger Sees

Fachleute erläutern das Vorhaben am 16. Februar in der Begegnungsstätte Knielingen

Der Knielinger See hat eine besondere Bedeutung für den Natur- und Artenschutz, die Fischerei und die lokale Freizeit- und Erholungsnutzung. Am Mittwoch,  16. Februar, stellen Bürgermeister Michael Obert sowie Fachleute des Amtes Umwelt- und Arbeitsschutz sowie des Tiefbauamts um 16.30 Uhr in der Begegnungsstätte Karlsruhe-Knielingen in der Eggensteiner Straße 1 in einer Informationsveranstaltung die umfangreichen Planungen zur Sanierung des Knielinger Sees der Bevölkerung vor und erklären die Vorgehensweise ausführlich. Willkommen sind Anlieger und Nutzer des Knielinger Sees, Naturschutzverbände und betroffene Fachverbände, aber auch "normale" Knielingerinnen und Knielinger.


In Kurzvorträgen präsentieren die Planer die Vorerhebungen und die Erarbeitung des Sanierungskonzeptes, die bautechnische Entwurfsplanung sowie die naturschutz-rechtlichen Erhebungen und Prüfungen. Im Anschluss an die Vorträge besteht für die Teilnehmer der Veranstaltung die Möglichkeit, im direkten Gespräch mit den Fach-planern und Fachgutachtern sowie der Projektleitung Fragen zu stellen und zu erörtern. Das Ende der Veranstaltung ist um cirka 19 Uhr vorgesehen.

Grund für die Sanierung des Knielinger Sees sind gewässerspezifische Defizite, die unter anderem auf Nährstoffeinträge durch den Federbach sowie auf Rücklösungen aus dem Seesediment zurückzuführen sind. Insbesondere Sauerstoffdefizite während der warmen Jahreszeiten, hohes Nährstoffniveau und Zustrom von sauerstoffarmem Grundwasser führen zu den bekannten Problemen. Durch den Neubau der Albschleuse ergeben sich neue Möglichkeiten für eine Sanierung des Sees.

Im Herbst 2008 wurde eine Arbeitsgemeinschaft - bestehend aus dem Heidelberger Institut für Umweltstudien und dem KIT-Aueninstitut in Rastatt - mit der Erarbeitung einer Konzeptstudie für die Gewässersysteme Alter und Neuer Federbach, Knielinger See, Willichgraben und Albunterlauf beauftragt. Die komplexen Wechselwirkungen sollten aufeinander abgestimmt und konkrete Maßnahmen im Sinne einer Handlungsanweisung entwickelt werden. In einer mit den betroffenen Fachverwaltungen abgestimmten Konzeptstudie wurde ein machbares Sanierungsziel beschrieben und der Weg dorthin aufgezeigt. Das erarbeitete und beschriebene Sanierungsziel steht insbesondere im Einklang mit den Zielen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Eine Reihe schwieriger baulich-konstruktiver Fragestellungen für die vorgeschlagenen Maßnahmen aus der Konzeptstudie wurden in der Entwurfsplanung des Freiburger Ingenieurbüros Unger bearbeitet. In einem weiteren Schritt hat das Institut für Landschaftsökologie und Naturschutz (ILN) Bühl die naturschutzrechtlichen Erhebungen und Prüfungen für die umfangreichen Maßnahmen durchgeführt.