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Karlsruhe: Presseportal

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27. Februar 2017

Ohne Strom nix los?

Klassenenergiemanager ernannt

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Hinweisschilder am Fenstergriff

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Schüler geben Energiespartipps

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Nullenergietag an der Vogesenschule im Rahmen des städtischen Einsparprojekts

Wie ist es eigentlich, auch mal ohne den Komfort von Wärme und Strom auszukommen? Das testeten die Schülerinnen und Schüler an der Vogesenschule als aktive Schule beim Einsparprojekt am 22. Februar beim so genannten Nullenergietag. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte wollten so das Thema Klimaschutz in der Schulöffentlichkeit platzieren und für das Engagement aller Klassen und Lehrkräfte werben. Dominik Winter engagiert sich seit Beginn des Projektes 2012 für dieses Thema und organisierte den Nullenergietag mit seinen Schülerinnen und Schülern.

Die anderen sensibilisieren

Um die anderen Schülerinnen und Schüler zu sensibilisieren, überlegte sich das Organisationsteam Fragen zum Thema Energie und Klima, die sie gemeinsam diskutierten. Zusätzlich maßen die Schülerinnen und Schüler die Zimmertemperaturen. Diese Messungen waren besonders interessant, da die Heizung der Schule erst später angestellt wurde. So ließ sich beobachten, wie die Temperatur langsam auf das gewohnte Maß stieg. Außerdem stand kein Strom zur Verfügung. Das heißt, die Kinder und Jugendlichen überlegten sich Alternativen oder kamen mit dem natürlichen Licht aus.

Wahl von Klassenenergiemanagerinnen und -managern

Weiterhin wurden Klassenenergiemanagerinnen und Klassenenergiemanager in den ersten Schulstunden gewählt. Dieser Dienst soll  in allen Klassen dafür sorgen, dass beispielsweise richtig - energiesparend - gelüftet wird und das Licht ausgeschaltet ist, wenn es nicht gebraucht wird. Als besondere Anerkennung übergab Projektleiterin Edith Kindopp vom Energiemanagement der Stadt  Karlsruhe Urkunden an die Zuständigen in den Klassen und eine ausreichende Anzahl an Thermometern.

Nullenergietag im Rahmen des städtischen Einsparprojekts

Der Nullenergietag fand im Rahmen des Einsparprojekts statt. Die Stadt Karlsruhe will damit die Klimaschutzziele der Stadt aktiv verfolgen (aus dem Klimaschutzkonzept 2009) und den erhöhten Ausgaben durch steigende Energiekosten entgegenwirken.

Das zunächst auf drei Jahre befristete Projekt mit 45 beteiligten  Karlsruher Schulen erreichte im Dezember 2014 ein erstes Zwischenziel. Alle beteiligten Schulen engagierten sich durch das Bilden eines schulischen Energiemanagements (sEM). Diese sEM­Gruppen aus Schülerinnen und Schülern, Vertretungen des Kollegiums sowie den jeweiligen Hausmeisterdiensten organisierten sich gemeinschaftlich, um durch bewusstes Verhalten und nötigenfalls Anpassungen im  Betrieb der Gebäudetechnik Einsparungen zu erzielen.

Einsparerfolge können sich sehen lassen

Die Einsparerfolge bei Wärme, Strom und Trinkwasser betrugen 2014 und 2015 im Durchschnitt aller Beteiligten sechs Prozent (Wärme), neun (Strom) und drei (Trinkwasser). Die erzielten Ergebnisse liegen damit merklich über den durchschnittlichen Einsparungen im gesamten städtischen Gebäudebestand, obwohl im Einsparprojekt sogar die baulichen Verbesserungen aus der Bilanz herausgenommen wurden. Da die Schulen mit 40 Prozent am Einsparerfolg beteiligt sind, konnten 2014 und 2015 knapp 200 000 Euro ausbezahlt werden. Das Projekt wird seit dem Jahr 2016 mit 34 freiwillig engagierten Schulen fortgesetzt.

Multiplikatoren wichtig

Neben diesem Ergebnis sind die Multiplikatoreffekte durch Schulungen, Sensibilisierungsaktionen für Kinder, Jugendliche, Lehrkräfte sowie Hausmeisterinnen und Hausmeister wichtig: So wird ein nachhaltiger Umgang mit endlichen Ressourcen besonders gut über persönliche Motivation und das Verständnis für Zusammenhänge des eigenen Handelns mit den globalen Auswirkungen des Klimawandels erreicht. Hier setzt die Stadt auch weiter aktiv mit Projekten und Aktionen an.

Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft unterstützt Schulen

Das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW) unterstützt die Schulen. Technische Hilfe erhält das Team vor Ort etwa bei der Optimierung der Heizungseinstellungen oder Temperaturverlaufsmessungen. Für das schulinterne Energiemanagement wurden Informationsmaterialien und Messgeräte zusammengestellt. Zum Austausch von Ideen und Abstimmung der Umsetzungsmöglichkeiten besuchen Mitarbeitende Schulkonferenzen oder Informationsabende.