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Karlsruhe: Presseportal

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19. Juli 2012

Planungsausschuss macht Weg frei für möglichen Standortwechsel der ESG Frankonia

Eine ergänzende Bürgerbeteiligung soll das ergebnisoffene Planverfahren begleiten

Die Stadt Karlsruhe möchte das Gelände der ESG Frankonia an der Durlacher Allee als City-Entree architektonisch aufwerten. Für dieses Zukunftsvorhaben könnten sämtliche Abteilungen der Eisenbahner-Sportgemeinschaft - auch die auf Flächen des Stadtteilparks gelegenen Tennisanlagen am Kreisel - auf ein 5,4 Hektar großes Areal südlich der Stuttgarter Straße verlagert werden.

Nachdem die ESG einem Standortwechsel grundsätzlich zugestimmt hat, sprach sich die Mehrheit des Planungsausschusses am Mittwoch, 18. Juli, unter Leitung von Baudezernent Michael Obert in einer gemeinsamen nichtöffentlichen Sitzung mit dem Sportausschuss dafür aus, das Bebauungsplanverfahren "Zimmerstraße" mit der Zielrichtung "Stuttgarter Straße" weiterzuführen. Für diese Platzvariante, die die Sportanlagen im unmittelbaren Anschluss an das Planareal Zimmerstraße vorsieht, votierte auch der Sportausschuss unter Leitung von Bürgermeister Martin Lenz. Für eine Erschließung der Sportanlagen im östlichen Teil der Kleingärten soll die vorgesehene "Ringstraße" genutzt werden. Keine Befürworter hatte eine zweite Variante, die eine Verlagerung des Sportvereins im Westen der Gartenanlage am Tivoli vorsieht.

Die Verlagerung der Sportanlagen wird in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Daher stimmten die Ausschussmitglieder einhellig dafür, dem Bebauungsplanverfahren ein "ergebnisoffenes Verfahren" vorzuschalten. Diese zusätzliche Bürgerbeteiligung - angelegt als so genannte Konsensuskonferenz - soll die weitere Planung begleiten. Dabei hören maximal 16 repräsentativ ausgewählte Bürgerinnen und Bürger Experten - darunter Vertreter des Sportvereins, der Gartenanlage oder auch der Stadt - an und geben dann eine Empfehlung. Die endgültige Entscheidung über eine mögliche Neuordnung des Geländes fällt der Gemeinderat. Bürgermeister Michael Obert betonte, dass die Entscheidung über die Zukunft des Areals völlig offen sei. Steht am Ende der weiteren Planüberlegungen und -beratungen ein "Nein" des Gemeinderats zu der am Mittwoch beschlossenen Variante, bleibe der Verein an der Durlacher Allee. Nichts anderes sage auch die Vereinbarung mit dem Verein aus.