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Karlsruhe: Presseportal

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21. September 2018

Vorgezogene Holzernte wegen Trockenheit im Oberreuter Hardtwald

Der Forst leidet unter der Trockenheit

Der Forst leidet unter der Trockenheit

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Trockenschäden an Bäumen

Trockenschäden an Bäumen

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Kahle Bäume im Karlsruher Forst

Kahle Bäume im Karlsruher Forst

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Im Oberreuter Hardtwald werden ab Anfang nächster Woche stark geschädigte Kiefern und Buchen gefällt

Der trockene Sommer und die Häufung überdurchschnittlich warmer Jahre haben im Wald deutliche Spuren und Schäden hinterlassen. Das ist Grund für den städtischen Forst, bereits jetzt mit der Holzernte zu beginnen. Ab Montag, 24. September, werden daher im Oberreuter Hardtwald zwischen Hohlohstraße (Siedlerheim) und den Kleingärten stark geschädigte Kiefern und Buchen gefällt. Zudem werden entlang der Kleingärten überhängende und trockene Kiefern entnommen. In der Fläche bleiben einzelne Habitatbäume und Habitatbaumgruppen als zentrale Elemente der Altersphase des Waldes erhalten. Diese bieten weiterhin Lebensraum für Spechte, Fledermäuse und den dort vorkommenden Berliner Prachtkäfer. Aus Sicht des Artenschutzes ist der gewählte Termin ebenfalls günstig, da Vogelbruten bereits abgeschlossen sind und sich die Fledermäuse noch nicht im Winterschlaf befinden.

Die Maßnahmen sollen spätestens bis Mitte Oktober abgeschlossen sein. Das Forstamt bittet um Verständnis und Einhaltung kurzfristig notwendig werdender Waldwegsperrungen.

Herbst hat früh Einzug gehalten

Vor allem auf den wasserdurchlässigen Sandböden des Hardtwaldes sind die Trockenschäden zu erkennen. Hier sind Kiefern abgestorben oder stehen kurz davor. Alte Buchen trocknen von der Baumkrone her ab, was in der Nähe der Waldwege und Waldränder zu einem erheblichen Ast- oder Kronenbruch-Gefahrenpotential führt. Zudem haben viele Bäume wegen der Trockenheit bereits die Blätter abgeworfen, der Herbst hat viel zu früh Einzug gehalten.

Schon Orkan Lothar hatte den Wald stark in Mitleidenschaft gezogen

Die Waldfläche wurde bereits durch den Orkan Lothar 1999 stark in Mitleidenschaft gezogen. Durch Pflanzung und natürliche Ansamung steht die nächste Waldgeneration aber bereits am Start. Diese wird es jedoch angesichts der prognostizierten Klimaentwicklung nicht leicht haben. Zudem fressen an den Baumwurzeln die Engerlinge der Maikäfer, was den Bäumen zusätzliche Probleme bei der Wasserversorgung macht.