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26. Februar 2018

Weiter gegen Blauzungenkrankheit impfen

Impfung gegen Blauzungenkrankheit weiterhin empfohlen

Impfung gegen Blauzungenkrankheit weiterhin empfohlen

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Tierärzte empfehlen Grundimmunisierung und Nachimpfung

Die Blauzungenkrankheit hat sich im letzten Jahr unter Rindern, Schafen, Ziegen, Alpakas, Lamas und Rotwild in Frankreich, Italien und in der Schweiz weiter ausgebreitet. Als wahrscheinlich bis hoch schätzt das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit deshalb ein Auftreten der Virustypen BTV-4 und BTV-8 auch in Deutschland ein. Sie werden durch Stechmücken übertragen. Nur eine vorbeugende Impfung kann die Viren daher wirksam verhindern und bekämpfen.

Wie die Veterinäre des Ordnungs- und Bürgeramts (OA) mitteilen, wurden im letzten Jahr in Baden-Württemberg rund 550.000 Rinder, Schafe und Ziegen geimpft. Damit dieser Impfschutz aufrechterhalten bleibt, müssen die Tiere innerhalb von zwölf Monaten nachgeimpft werden. Tiere, die noch keine Impfung erhalten haben, müssen mit zwei Impfungen im Abstand von drei Wochen grundimmunisiert werden. Tierhalter, die ihre Tiere gegen die Blauzungenkrankheit impfen lassen wollen, sollten die Anzahl und Art der zu impfenden Tiere bei ihrer Betreuungstierärztin oder ihrem Betreuungstierarzt anmelden.

Auch 2018 gibt es wieder eine finanzielle Unterstützung durch das Land und die Tierseuchenkasse Baden-Württemberg für die Impfungen bei Rindern, Schafen und Ziegen. Auskünfte dazu geben Veterinärämter, der Rinder- und Schafherdengesundheitsdienst der Tierseuchenkasse Baden-Württemberg, Tierärzte sowie Verbände.

Hintergrundinformation

Die Blauzungenkrankheit (BT) ist eine anzeige- und bekämpfungspflichtige Tierseuche bei Haus-und Wildwiederkäuern. Das Virus wird durch bestimmte Stechmücken (Gnitzen) übertragen. Die Krankheit äußert sich insbesondere in Fieber, Entzündungen und Blutungen in den Schleimhäuten, vermehrtem Speichelfluss und Schaumbildung vor dem Maul. Vor allem bei Schafen schwillt die Zunge an, wird blau und kann aus dem Maul hängen. Es kann zu schwerwiegenden Erkrankungen mit Todesfolge oder zu Aborten kommen.