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Karlsruhe: Presseportal

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25. Oktober 2019

Katta-Insel im Zoo Karlsruhe bereits jetzt (virtuell) zu erleben

Die Kattas sollen zukünftig auf der Insel im Ludwigsee leben, bereits jetzt ist die Planung per VR-Brille erlebbar.

Die Kattas sollen zukünftig auf der Insel im Ludwigsee leben, bereits jetzt ist die Planung per VR-Brille erlebbar.

Details und Download

Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt testet die VR-Brille vor dem Ludwigsee, wo später die Kattas leben sollen.

Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt testet die VR-Brille vor dem Ludwigsee, wo später die Kattas leben sollen.

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In der virtuellen Realität gibt es die neue Anlage bereits. Auf der offerta können Besucher in die Welt der Kattas eintauchen.

In der virtuellen Realität gibt es die neue Anlage bereits. Auf der offerta können Besucher in die Welt der Kattas eintauchen.

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Mit VR-Brille auf der offerta in die Welt der Lemuren eintauchen / Projekt vom Bund gefördert

Der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe plant eine begehbare Insel für Kattas. Besucher der Verbrauchermesse offerta können die neue Anlage jetzt schon erleben. Möglich wird dies durch virtuelle Realität (VR). Mit einer speziellen Brille können Interessierte in die Welt der Kattas eintauchen, die in Wirklichkeit erst in der Planungsphase ist. "Für uns ist das eine wunderbare Möglichkeit, bereits in dieser Phase ganz plastisch zeigen zu können, was wir mit diesem Bauprojekt für unsere Lemuren vorhaben", sagt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. Die ursprünglich aus Madagaskar stammenden Kattas sind bislang unter relativ beengten Verhältnissen im Affenhaus untergebracht. Sie sollen möglichst 2021 auf die Insel im Ludwigsee umziehen.

Mit zwei Stegen wird die Insel für die Besucher erschlossen. Die Zoogäste können die Lemuren dann ohne Absperrung erleben. Für die Tiere bedeutet der Umzug einen enormen Gewinn an Lebensraum, da nicht nur die Grundfläche um ein Vielfaches größer ist, sondern auch die großen Bäume erschlossen werden können. In den See soll auf Pfählen ein im Winter beheiztes Warmhaus im Stile einer madagassischen Hütte entstehen. So ist es möglich, die Kattas das gesamte Jahr auf der Insel zu halten. Über einen erhöhten Weg können die Besucher über die Anlage laufen, die Tiere entscheiden selbst, wie nah sie den Menschen kommen möchten.

"Das ist einfach toll"

"Bislang gab es zwar schon ein kleines Modell. Wenn ich aber die VR-Brille aufziehe, kommt es mir vor, wie wenn ich wirklich schon auf der fertigen Anlage wäre. Das ist einfach toll", zeigt sich der Zoodirektor begeistert: "Meistens gibt es nur Baupläne von neuen Anlagen. Hier kann aber jeder Interessierte bereits jetzt in die Welt der Kattas eintauchen." Auf der Verbrauchermesse offerta hat der Zoo Karlsruhe einen eigenen Stand, der von den Zoofreunden Karlsruhe betrieben wird. Die Zoofreunde, der Förderverein des Zoos, kümmern sich um die Finanzierung der neuen Anlage und sammeln dafür bereits seit etwa zwei Jahren Geld. Jetzt kann das Projekt ganz anders präsentiert werden. "Wir hoffen, dass die Besucher so richtig Vorfreude auf die Katta-Insel bekommen", sagt Gisela Fischer, Vorsitzende der Zoofreunde.

Die Möglichkeit, per virtueller Realität in die Zoo-Zukunft einzutauchen, gibt es an den beiden offerta-Wochenenden und am 1. November. Dann werden neben den Zoofreunden auch die Entwickler des Programms am Stand anwesend sein. Die offerta-Besucher können die Brille aufziehen und mitten in der Messehalle dem Zoo einen digitalen Besuch abstatten.
Das Projekt läuft unter dem Namen Take Part und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Beteiligt sind dabei die Neuland-Medien GmbH & Co. KG, die Raumtänzer GmbH, die CAS Software AG und das FZI Forschungszentrum Informatik. Die Projektpartner arbeiten bereits seit Dezember 2018 an der Umsetzung.
Take Part hat zum Ziel, Bauprojekte im öffentlichen Raum anschaulich aufzubereiten. Für den Zoo wurden Film- und Foto-Aufnahmen der Kattas gemacht, die noch umzubauende Insel aufwendig fotografiert und mit einer Drohne die Umgebung aufgenommen. Das alles wurde dann von Programmierern zu einer virtuellen Katta-Welt verschmolzen.