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Karlsruhe: Presseportal

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13. Oktober 2021

Neue Bewohnerin im Zoo Karlsruhe eingetroffen

Saida im Container auf einem Tieflader

Saida im Container auf einem Tieflader

Details und Download

Schwebender Container samt Elefantenkuh

Schwebender Container samt Elefantenkuh

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Saidas erste Schritte im neuen Zuhause

Saidas erste Schritte im neuen Zuhause

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Elefantenkuh Saida von Leipzig nach Karlsruhe umgezogen

In den frühen Morgenstunden ist die 48 Jahre alte Elefantenkuh Saida im Zoo Karlsruhe aus ihrem Transportcontainer in das Dickhäuterhaus gelaufen. Sie lebt jetzt in der Altersresidenz für Asiatische Elefanten. Saida ist mit ihren 4,6 Tonnen Gewicht und einer Schulterhöhe von 2,93 Metern die größte Elefantenkuh in Deutschland.

Gestern war sie in Leipzig verladen worden und hatte in dem Container, der auf einem Tieflader befestigt war, ihre Reise ins Badische angetreten. Die Fahrt verlief ohne Probleme, der Lkw kam gut durch und konnte bereits mitten in der Nacht in den Zoo einfahren.

Verladung mit Spezialkran

Mit Hilfe eines Spezialkrans der Firma Auto-Böhler, die diesen dem Zoo kostenfrei zur Verfügung gestellt hatte, konnte der Container mit Saida an Bord vom Tieflader angehoben und über das Dach des Elefanteninnengeheges direkt vor dem großen Tor zur Außenanlage abgesetzt werden.

Zwei Tierpfleger aus Leipzig sind ebenfalls mit nach Karlsruhe gereist und werden dort einige Tage bleiben. Mit ihrer Hilfe ließ sich Saida gut aus dem Container herausdirigieren und in den vorbereiteten Stallteil führen. "Hier kann sie sich die nächsten Tage eingewöhnen und erst einmal zur Ruhe kommen", berichtet Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt, der sehr froh ist, dass die Ankunft der neuen Bewohnerin so problemlos verlaufen war.

Zeit für Eingewöhnungsphase

Eine direkte Zusammenkunft mit Elefantenkuh Jenny, die bereits seit 2009 in Karlsruhe lebt, wird es vorerst nicht geben. Beide Tiere gelten als sehr freundlich dem Menschen gegenüber, aber auch als recht dominant und schwierig in ihrem Sozialverhalten gegenüber anderen Elefanten. "Wir nehmen uns alle Zeit, die notwendig ist, dass sich die Elefanten an die neue Situation gewöhnen können", betont Reinschmidt.

Zwar kennen sich Saida und Jenny aus ihrer gemeinsamen Zeit im Tierpark Hagenbeck. Dort standen sie aber aufgrund ihres Verhaltens nicht zusammen, sondern entweder beim Bullen in dessen separater Anlage oder in einem eigenen Stallteil. "Wir hoffen dennoch, dass sich zwischen den beiden Tieren mit der Zeit eine Zweckgemeinschaft bildet, bei der sie auch gemeinsam auf der Anlage stehen können", erklärt Zootierarzt Dr. Marco Roller.

Falls dies nicht funktioniere besteht auf der Karlsruher Anlage die Möglichkeit, die Außenanlage in der Mitte zu teilen und so beiden Tieren gleichzeitig den Aufenthalt draußen zu ermöglichen. Dabei ist auch jederzeit Rüsselkontakt der Elefanten möglich, es müsste also auch in diesem Fall kein Tier isoliert stehen.

Altersresidenz als besonderes Tierschutzprojekt

"Wir sehen es auch als Aufgabe unserer Altersresidenz an, uns um solche Elefanten zu kümmern", sagt Reinschmidt. Für solche Individuen sei in den sonst üblichen Herdenhaltungen keine Möglichkeit der Unterbringung. Mit der Altersresidenz für Asiatische Elefantenkühe wurde im Masterplan des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe ein besonderes Tierschutzprojekt verankert. Es ist das erste Projekt seiner Art in Europa. Es können neben Zooelefanten auch Zirkuselefanten aufgenommen werden.

Die Anlage ist speziell auf die Bedürfnisse älterer Tiere ausgerichtet. So besteht in der Innenanlage die Möglichkeit, dass sich Tiere, die nicht mehr abliegen können, an großen Stämmen Kopf oder Po auflegen und sich somit beim Schlafen im Stehen besser entspannen können. Auch ist eine Wand im Haus beheizt, so ist es Elefanten auch im Winter angenehm, sich dort anzulehnen.

Ab morgen besteht für die Zoogäste die Möglichkeit, Saida von außen über die große Einsichtscheibe am Innenteil der Elefantenanlage zu sehen.