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30. März 2011

Albkapelle in Grünwinkel zeigt ihr neues Nachtgesicht

Die Albkapelle

Die Albkapelle

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Sanierung der Beleuchtungsanlage/Beitrag des Lichtkonzepts zum Stadtteiljubiläum

Ein Knopfdruck durch Bürgermeister Michael Obert - und die Albkapelle leuchtete am Dienstagabend (29. März) in neuem nächtlichem Glanz. Zur Premiere waren neben Vertretern des für das Beleuchtungskonzept zuständigen Stadtplanungsamts sowie der ausführenden Stadtwerke Karlsruhe auch Karlheinz Schmidt, Vorsitzender des Bürgervereins Grünwinkel, und weitere Vereinsmitglieder zur kleinen Kapelle an der Alb gekommen. Sie verschafften sich vor Ort einen eigenen Eindruck von der sanierten Beleuchtung des Stadtteil-Wahrzeichens und ließen sich von Lichtplaner Matthias Friedrich (Luna Lichtarchitektur, Karlsruhe) das Konzept erläutern. Besonders beeindruckt zeigte sich Bürgermeister Obert von der Tatsache, dass die neue Beleuchtung jährlich nur noch mit rund 25 Euro Stromkosten zu Buche schlägt - eine Ersparnis von über 80 Prozent gegenüber dem früheren Zustand.

Die zuvor verwendeten drei Quecksilberdampfleuchten hatten die Kapelle in ein kaltes, grelles Licht getaucht. Mit einem Energieverbrauch von je 125 Watt waren die in der Sockelmauer angebrachten Strahler nicht nur energetisch ineffizient. Sie beeinflussten darüber hinaus mit ihrem hohen UV-Anteil zudem den Lebensrhythmus nachtaktiver Tiere. Nun wird die kleine Kapelle mit geringerer, dafür aber differenziert eingesetzter Helligkeit behutsam und stimmungsvoll in die nächtliche Landschaft eingebettet. Die Beleuchtung wurde so gewählt, dass nachtaktive Tiere möglichst wenig gestört werden. An diesem Aspekt hatte auch der NABU-Bundesverband in der Umsetzung mitgewirkt. Die jetzt mit LED-Technologie bestückten Strahler erzeugen ausschließlich Licht im für den Menschen sichtbaren Bereich. Die Zwölf-Watt-Strahler emittieren kein UV-Licht, eine Lichtart, die besonders auf Insekten anziehend wirkt.

Weitere LED- Bodenstrahler modellieren die Sockelmauer und "erden" so die Kapelle im Dunkeln. Und im hölzernen Helm des Gebäudes, auf dem Dach der Kapelle, markiert eine einzelne Lampe gegen den Nachthimmel den Abschluss des Gebäudes.

Die Beleuchtungsstärke ist so gewählt, dass die differenzierte Dunkelheit des Naturraums wahrnehmbar bleibt - die Kapelle wird so Teil der nächtlichen Szenerie. Täglich ab der Dämmerung bis gegen 23 Uhr zeigt die Albkapelle nun ihr neues Nachtgesicht.

Die Beleuchtung der Albkapelle ist Teil des Lichtplans Karlsruhe. Einige Projekte sind im Lichtplan als Beiträge zu Stadtteilejubiläen genannt. Für den Stadtteil Grünwinkel, der 2009 den 100. Geburtstag seiner Eingemeindung feierte, war die Neuinszenierung der Albkapelle ausgewählt worden. Die aus Stein erbaute Kapelle war 1759 zunächst an der Durmersheimer Straße errichtet, 1913 dann abgetragen und anschließend an der Alb wieder aufgebaut worden.