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Karlsruhe: Presseportal

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2. September 2019

Digitalisierung in den Sommerferien

Gartenschule als umfangreichstes Schulsanierungsprojekt

Gartenschule als umfangreichstes Schulsanierungsprojekt

Details und Download

Auf neuen (Technik-)Stand bringen

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Stadt investiert wieder Millionen in Instandhaltung und Modernisierung eigener Gebäude / Gros fließt für Bildungsstätten mit Schwerpunkt Gartenschule

Sommerzeit ist Baustellenzeit. Auch diesen Sommer fließt wieder ein zweistelliger Millionenbetrag in Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Reparaturmaßnahmen der stadteigenen Gebäude. Darunter fallen Großprojekte wie die Sanierung der Gebäudehülle der Nancyhalle für etwa vier Millionen Euro. Der Löwenanteil wird allerdings an anderer Stelle investiert: "Wir nutzen die Sommerferien, um in vielen der knapp 100 Karlsruher Schulen notwendige Umbau-, Renovierungs- und Sanierungsarbeiten zu erledigen", erklärt die Leiterin des städtischen Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW), Anne Sick, gegen Ende der wie üblich umfänglich genutzten großen Ferien. "Eine große Rolle spielen dabei nach wie vor die Sanierung der Schultoiletten - wie aktuell in der Europäischen Schule und in der Heinrich-Meidinger-Schule - sowie Inklusionsmaßnahmen zur Herstellung der Barrierefreiheit, zum Beispiel in der Ernst-Reuter-Schule."

Gemeinderats-Programm "IT-moderne Schulen" in Umsetzung

Fachklassensanierungen wie die Modernisierung der Kunsträume am Fichte-Gymnasium oder die Sanierung der Physikräume im Max-Planck-Gymnasium gehörten ebenfalls dazu, führt Sick aus. Hauptthema dieses Sommers ist in der IT-Hochburg Karlsruhe allerdings die fortschreitende Digitalisierung der Bildungseinrichtungen. Um das vergangenes Jahr im Gemeinderat beschlossene Investitionsprogramm "IT-moderne Schulen" bewältigen zu können, hat das HGW extra zusätzliche, spezialisierte Mitarbeiter eingestellt. Möglich wird diese Investitionsoffensive überhaupt erst durch die Bundesgelder aus dem sogenannten DigitalPakt Schule. Damit wollen Bund und Länder für eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik und Infrastruktur sorgen. Seit Mitte Mai ist das Förderprogramm aktiv – und in Karlsruhe wird kräftig investiert.

Das aktuell umfangreichste HGW-Schulprojekt ist indes die gebotene Komplettsanierung der Gartenschule. Auch hier spielt Digitalisierung eine prominente Rolle. Die Gebäudetechnik befindet sich noch auf dem Nachkriegsstand, die Inneneinrichtung ist stark modernisierungsbedürftig. Vor zweieinhalb Jahren startete die Planungsphase, seit Ostern sind die Baumaßnahmen in der Montessori-Schule in der namensgebenden Gartenstraße nun schon in vollem Gange. "Das Besondere an diesem Projekt ist, dass wir das Gebäude einmal ganzheitlich anfassen und damit mehrere Arbeiten am Stück erledigen können", erklärt Objektteamleiter Philipp Hirsch vom HGW: "Das geht von der Sanierung der Heizung bis hin zur gesamten digitalen Erschließung." Rund drei Millionen Euro betragen die Investitionskosten allein für diese Grundschule. Etwa 200.000 Euro davon fließen in die IT-Ausstattung. Alle Klassenzimmer werden mit Whiteboards ausgestattet, W-Lan wird überall bereitgestellt und die gesamte Datenverkabelung vorgenommen.

Voraussichtlich September 2020 wie neu und voll digital

Mit dem Umbau wird aber nicht nur der gesamte Bestandsbau modernisiert. Vor allem der Umzug des Jugendorchesters in die Nordweststadt ermöglicht es, ganz neue Flächen zu erschließen. "Wir sind auf Lärm und Krach gefasst, freuen uns aber schon heute auf das Endergebnis", wägt Schulleiterin Barbara Valentin ab. Die Digitalisierungsmaßnahmen sieht sie als Bereicherung, ebenso freilich die ersehnten neuen Räumlichkeiten. Die Stadt schätzt die gute Zusammenarbeit mit der Schule und unterstreicht die beiderseits empfundene "engagierte Partnerschaft".

Sobald die Kinder mit dem nahenden Schulstart wieder Klassenzimmer, Gebäude und Hof bevölkern, wird der voraussichtlich noch etwa ein Jahr vorherrschende Baustellenalltag zur koordinativen Herausforderung. "Wir haben mit der Schule einen detaillierten Plan entwickelt, wann wir welche Arbeiten durchführen", erläutert Hirsch und räumt ein, dass es in der normalen Unterrichtszeit "schon zu Lärm und Dreck kommen" kann, das bleibt nicht aus. Ab September nächsten Jahres, also zum Start des übernächsten Schuljahres, soll die altehrwürdige Gartenschule in neuem Glanz erstrahlen - und voll digital.