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Karlsruhe: Presseportal

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13. Mai 2019

Lastenräder und Herrenalber Straße

Planungsausschuss tagte am 9. Mai

Lastenräder für Karlsruher Familien: Verwaltung möchte Förderprogramm ins Leben rufen

Damit mehr Menschen auch langfristig vom Auto aufs Lastenrad umsteigen können, möchte die Verwaltung das Förderprogramm "Lastenräder für Karlsruher Familien" initiieren. Aus dem Planungsausschuss gab es hierzu am vergangenen Donnerstag Zustimmung. "Wir leisten auf diesem Gebiet Pionierarbeit, lassen Sie uns deshalb lieber ein paar Steine mehr ins Wasser werfen", warb Bürgermeister Daniel Fluhrer.

Familien und Alleinerziehende sollen im Rahmen des Programms beim Kauf von Lastenrädern finanziell unterstützt werden. Noch 2019 ist die Bezuschussung von bis zu 100 E-Lastenrädern mit einem einmaligen Betrag von jeweils 1.200 Euro geplant, der Kauf von bis zu 100 Lastenrädern ohne E-Unterstützung mit einem Betrag von jeweils 800 Euro. Die Förderquote betrüge damit etwa ein Viertel bis ein Drittel des Anschaffungspreises. Wer dann zusätzlich durch den Umstieg aufs Lastenrad sein Auto oder seinen Zweitwagen abschafft oder sogar gar kein Kraftfahrzeug besessen hat, erhält nach drei Jahren einen Nachhaltigkeitsbonus von je 500 Euro.

Für den Doppelhaushalt 2019/20 hatte der Gemeinderat der Verwaltung eine halbe Million Euro pro Jahr zusätzlich zu den beantragten Radverkehrsinfrastrukturmitteln zur Verfügung stellt. Hieraus sollen die geplanten Ausgaben gedeckt werden – möglicherweise durch Umschichtungen im Radverkehrsetat. Das Programm soll Teil der Karlsruher Radverkehrsförderung sein, das sich am Leitbild "Radverkehr als System" orientiert, und gliedert sich als Baustein in den Bereich Service/Dienstleistungen und administrative Rahmenbedingungen ein.

 

Städtebaulicher Entwurf Herrenalber Straße/Rüppurrer Schloss: Kleingärten bleiben außen vor, Kosten reduzieren sich

Rund um die Herrenalber Straße und das Rüppurrer Schloss gliedern sich die Stadtteile Rüppurr und Weiherfeld-Dammerstock. Sie stehen für ruhiges und angenehmes Wohnen und bieten freie Flächenpotenziale für neuen Wohnraum. Im Rahmen eines städtebaulichen Entwurfs betrachtet die Stadt Karlsruhe Möglichkeiten der engeren Verzahnung beider Stadtteile im Sinne der Innenentwicklung. Dies bietet auch die Option, städtebauliche Einzelelemente wie den Wohnstift und das EWG-Hochhaus in den Siedlungszusammenhang zu integrieren.

Bislang waren die Flächen des Kleingartenvereins Seewiesen e.V. als langfristige Siedlungserweiterungsoption im Flächennutzungsplan vorgesehen. Hiergegen sprach sich allerdings im April der Kleingartenbeirat aus. Nun stimmte auch der Planungsausschuss zu, diesen räumlichen und funktionalen Zusammenhang aus der Planung herauszunehmen. Hierdurch werden sich die Kosten des Prozesses, unter anderem in Hinblick auf eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit, reduzieren. Mit ihrem Beschluss gaben die Mitglieder des Ausschusses auch grünes Licht, die Arbeiten für den städtebaulichen Entwurf – etwa Untersuchungen zum Standort von einem Pflegeheim Rüppurr und Weiherfeld-Dammerstock – im Rahmen des Kostenbudgets aufzunehmen.

Eine öffentliche Auftaktveranstaltung ist im Laufe des Sommers vorgesehen, die Ausschreibung an fünf externe Planungsbüros soll im vierten Quartal 2019 erfolgen. Voraussichtlich im Frühjahr 2021 wird der Prozess abgeschlossen sein.