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Karlsruhe: Presseportal

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16. Februar 2012

Planungsausschuss: Bebauungsplan für Leitstelle abkoppeln

Planungswerkstatt für Areal der ehemaligen Artilleriekaserne/Detailuntersuchung für Abschnitt der Herrenalber Straße

Mit dem Bebauungsplan für die Hauptfeuerwache und Leitstelle beschäftigte sich der gemeinderätliche Planungsausschuss am Mittwoch. In nichtöffentlicher Sitzung unter Leitung von Bürgermeister Michael Obert stimmte das Gremium zu, den Bebauungsplan "Stuttgarter und Zimmerstraße", für den der Aufstellungsbeschluss gefasst wurde, in zwei eigenständigen Verfahren weiterzuführen. Für die Leitstelle, die bereits 2014 in Betrieb gehen soll, wichtig ist der Bebauungsplan "Zimmerstraße (Hauptfeuerwache)", der neben Flächen für die Leitstelle und Hauptfeuerwache auch die Anbindung an die Esplanade sowie die Zimmerstraße mit den vier Baukörpern des angrenzendem Gewerbegebiet einschließt. Mit der Zustimmung des Planungsausschusses zur Fortführung dieses Planverfahrens verbunden sind Änderungen, die sich nach dem Planungswettbewerb bei der weiteren Überarbeitung ergeben haben.

Eine wesentliche Änderung ist die Erschließung über die Zimmerstraße. Die im Wettbewerbsergebnis geplante Anbindung von Süden über einen Abzweig von der Wolfartsweierer Straße hätte die "Ringstraße" an der Wolfartsweierer Brücke einbezogen. Neben Änderungen bei der Parkierung - die unter der Brücke vorgesehenen Parkplätze sollen nun an der Zimmerstraße angeordnet werden - hat die Überarbeitung auch ergeben, dass bei der fünfgeschossigen Leitstelle aufgrund der technischen Installationen größere Raumhöhen erforderlich sind. Eine Gebäudehöhe von bis zu 30 Meter soll nun im Bebauungsplan berücksichtigt werden.

Planungswerkstatt für Areal der ehemaligen Artilleriekaserne

An der Kußmaulstraße gibt es Überlegungen eines Eigentümers, den in direkter Nachbarschaft zur Bundesanstalt für Wasserbau und zum Städtischen Klinikum gelegenen denkmalgeschützten Bestand zu sanieren und mit Neubauten zu ergänzen. Der Planungsausschuss begrüßte grundsätzlich die bauliche Entwicklung auf dem Areal der ehemaligen Artilleriekaserne. Die Fläche war bislang vor allem als Erweiterungsfläche für das Städtische Klinikum sowie ergänzende Nutzungen vorgesehen. Seit 2009 steht jedoch fest, dass das Klinikum auf eigenem Areal erweitern wird. Bevor nun über einzelne Vorhaben entschieden wird, soll im Rahmen einer Planungswerkstatt für das gesamte ehemalige Kasernenareal zwischen Kußmaulstraße und Hertzstraße ein städtebauliches Gesamtkonzept erarbeitet werden.

Dabei sollen bis zu sechs Planungsbüros unter Einbeziehung von Gemeinderat, Denkmalpflege sowie städtischen Fachämtern Ideen entwickeln, die neben dem Städtebau auch Lösungen für den Umgang mit den unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden sowie Höfe liefern, die ebenfalls in den Denkmalschutz einbezogen sind. In Abstimmung mit allen Beteiligen und den Eigentümern sollen denkbare Nutzungsarten definiert werden. Eine Überlegung ist, die Nutzung mehr Richtung Wohnen zu öffnen. Ergebnisse der Planungswerkstatt sollen in einen Rahmenplan einfließen, an dem sich auch Einzelvorhaben und deren Vorhabenbezogenen Bebauungspläne orientieren sollen.

Detailuntersuchung für Teilabschnitt der Herrenalber Straße

Durch den Rückbau der Herrenalber Straße von zwei auf eine Fahrspur stadteinwärts würde sich die Verkehrsqualität geringfügig verschlechtern. Dem stehen gestalterische Aufwertungen - mit den Aspekten Baumallee, zusätzliche Querungsmöglichkeiten für den Fuß- und Radverkehr oder auch Rückgang der Geschwindigkeitsüberschreitungen - gegenüber. Das hat eine Mikrosimulation ergeben, deren Ergebnisse im Ausschuss vorgestellt wurden. Um eine erweiterte Entscheidungsgrundlage zu bekommen, sprach sich der Planungsausschuss mehrheitlich für eine vertiefende Betrachtung für das Teilstück zwischen Diakonissenstraße und Ostendorfplatz aus. Dabei sollen auch die Umbaukosten für diesen Abschnitt beziffert werden. Zudem war Anliegen, das Thema in der Bürgerschaft zu diskutieren.