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Karlsruhe: Presseportal

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28. Oktober 2019

Stadt arbeitet an "Raum- und Mobilitätskonzept Karlsruhe Innenstadt"

Die Karlsruher Innenstadt aus der Luft

Die Karlsruher Innenstadt aus der Luft

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Korridorthema "Zukunft Innenstadt" im Planungsausschuss

Mit einem Teilschritt für das IQ-Thema "Zukunft Innenstadt" beschäftigte sich am 23. Oktober der gemeinderätliche Planungsausschuss und stimmte diesem ersten Tagesordnungspunkt der Sitzung einstimmig zu. Bürgermeister Daniel Fluhrer, Vorsitzender des Gremiums, präsentierte gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt einen Zeitplan, mit dem die Karlsruher City ganz im Sinne des übergeordneten Korridorthemas in ihrer unverwechselbaren Identität weiterentwickelt werden soll.

Baustellen-Ende ist absehbar

Ein besonderer Blick gilt dabei dem absehbaren Ende der Baustellen-Situation. Oberirdische Bauflächen der Kombilösung werden dann wieder zur Verfügung stehen und die geplante Südentwicklung der Innenstadt ist in Teilen umgesetzt. Es bietet sich also die einmalige Chance, Gestaltung und Nutzung innerstädtischer Räume grundlegend zu überdenken.

Hierfür analysierte die Verwaltung neben dem im Mai vorgestellten Pfeiler "City-Gutachten", das die "Zukunftsfähigkeit der Innenstadt als Einzelhandelsstandort 2030" unter die Lupe nimmt, im Juni zudem Stärken und Schwächen der City. Zu Gast waren hierfür Vertreter des thematisch erfahrenen Kopenhagener Büros GEHL, die den "Maßstab Mensch" als Ausgangspunkt für alle Planungen ansetzen. Aus dem Treffen gingen kreative Anregungen hervor, auf deren Basis die Stadt nun eine europaweite Ausschreibung vorbereitet. Diese soll nicht nur Strategien beinhalten, sondern auch einige Entwürfe für Lupenbereiche enthalten – etwa die Karlstraße im Bereich Stephan- und Europaplatz, ausgewählte Höfe oder Teile der künftig schienenfreien Kaiserstraße.

Viele Konzepte verschmelzen

Kern der Empfehlungen und des Vorhabens ist, so viele bereits vorhandene Konzepte wie möglich in ein gemeinsames Leitprojekt zu verschmelzen. Etwa das Mobilitätskonzept, das Plätze- und Höfekonzept, der Verkehrsentwicklungsplan, das Räumliche Leitbild, der Licht- sowie der Klimaanpassungsplan oder auch das Parkraumkonzept. Hierdurch will die Verwaltung einen Prozess anstoßen, der auch mit dem Gemeinderat ausdiskutiert werden soll. Durch die Ausschreibung sucht die Stadt ein Büro, das diesen Prozess begleitet. Parallel ist für die Öffentlichkeit ein Beteiligungsprozess vorgesehen. Um den finanziellen Rahmen des Vorhabens abzustecken, hat Karlsruhe Erfahrungswerte bei anderen Städten eingeholt.

Nach derzeitigem Planungsstand soll die Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro Mitte 2020 losgehen. Mit Fertigstellung des Marktplatzes Ende 2020 soll dann ein grobes Konzept stehen, das mit Hilfe von Lupenbereichen 2021 verfeinerte werden kann. Ein solches "Raum- und Mobilitätskonzept Karlsruhe Innenstadt" hielte die Stadt somit noch vor Beginn des Rückbaus der Kaiserstraße und vor Inbetriebnahme der Kriegsstraße in Händen.