Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Presseportal

Zurück

20. Oktober 2017

Zwei Überwege für Fußgänger und Radfahrer über die Durmersheimer Straße

 

Planungsausschuss befürwortet Mittelinseln als Querungsmöglichkeit

Kann auf der Durmersheimer Straße die Querung von Fußgängern und Radfahrern zwischen Daxlanden und Heidenstückersiedlung erleichtert werden? Diese Frage beschäftigte unlängst den Bürgerverein Daxlanden im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens, und auch die CDU-Fraktion hatte im Juni per Antrag einen Überweg für Fußgänger und Radfahrer zwischen Rudolf-Freytag-Straße und Heidenstückerweg thematisiert. Ja, das sei möglich, lautete nun zur Freude des Planungsausschusses nach Prüfung der Fußgängerströme sowie baulichen Gegebenheiten die Antwort der Verwaltung. Und: Es seien sogar zwei Überquerungsangebote unabhängig voneinander möglich und ohne Eingriff in den Baumbestand machbar, erfuhr der Ausschuss, der gestern (Donnerstag, 19. Oktober) nichtöffentlich unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert tagte. Sinnvoll sind nach einschlägiger Richtlinie für Stadtstraßen aufgrund der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sowie der Verkehrsbelastung Mittelinseln oder Ampeln.

Das Gremium sprach sich - bei Kosten von insgesamt 60.000 Euro  - für zwei Mittelinseln aus. Die eine ist südlich des Heidenstückerwegs in direkter Verlängerung des bestehenden Fußwegs vorgesehen. Die andere soll nordöstlich davon den aus Daxlanden über die B36-Brücke kommenden Fußgängern und Radfahrern auf Höhe der beiden Fachmärkte eine Querungsmöglichkeit über die Durmersheimer Straße anbieten. Diese Verbindung wird häufig für den Weg zum Einkauf genutzt, was auch an den Trampelpfaden zu erkennen ist. Hier gibt es bereits eine kleine Sperrfläche zwischen den beiden nach links abbiegenden Fahrstreifen, die sich zum Ausbau als Mittelinsel eignet.

Mit den beiden zweieinhalb Meter breiten Mittelinseln, die 2018, spätestens 2019 gebaut werden sollen, entspricht die Stadt auch dem Wunsch der Bürgervereine Daxlanden und Grünwinkel.

Szenarien für Einsparung von CO₂-Emissionen für Karlsruher Klimaschutzziel

Ein effizient saniertes Wohnhaus spart Energie ein. Ob aber Gebäudesanierungsmaßnahmen alleine ausreichend sind, um die CO₂-Emissionen entsprechend der Klimaschutzziele der Stadt Karlsruhe bis 2050 im Vergleich zu 2007 um 90 Prozent zu senken, ist eine Fragestellung der Initiative „Karlsruher EnergieQuartiere“. Von der Stadt im Rahmen des Programms „Energetische Quartierskonzepte und Sanierungsmanager“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau im August 2016 beauftragt, hatte die KEK (Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur)  in Knielingen, Wettersbach sowie Durlach-Aue diese Initiative gestartet. In allen drei Stadtteilen hat KEK seitdem zusammen mit den Eigentümerinnen und Eigentümern die energetische Ist-Situation der Gebäude aufgenommen und CO₂-Einsparpotentiale analysiert. Fakt sei, so KEK-Geschäftsführer Dirk Vogeley  im Planungsausschuss, dass in den Quartieren über 80 Prozent der CO₂-Emissionen durch Wärmeenergieerzeugung im Gebäude verursacht werden. Die Auswertung der Gebäudedaten zeige allerdings auch, dass sich das Karlsruher Klimaschutzziel allein durch übliche Sanierungsmaßnahmen am oder im Gebäude nicht erreichen lässt.

In seinem Zwischenbericht hatte Vogeley dem Planungsausschuss vorgestellt, mit welcher Methodik KEK nun zunächst für Wettersbach und danach für die beiden anderen Quartiere in modellhafter Berechnung einzelne Stellschrauben verändere. Analysiert wird dann, wie sich - je nach Gebietstyp – eine Erhöhung der Sanierungsquote, der Ausbau der Photovoltaik oder auch der Wechsel von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas auf Wärmepumpe und Nahwärme mit erneuerbaren Energien auf die  CO₂-Emissionen auswirken würde.

Ziel sei ein „maßgeschneidertes“ Maßnahmen-Paket für die Quartiere, um die CO₂-Kurve beständig dem Klimaschutz-Ziel anzunähern. Die Umsetzungsphase soll dann durch KEK als Sanierungsmanager begleitet werden. Dabei sollen gute Rahmenbedingungen wie Information der Grundstückseigentümer, Fördermöglichkeiten sowie Einbindung weiterer Akteure wie Industrie und Handwerk die Initiative „Karlsruher EnergieQuartiere“ unterstützen.

Stadt lobt Wettbewerb für Rahmenplan „Neureut-Zentrum III“ aus

Das Räumliche Leitbild hat für den Bereich Neureut große Potenziale für neue Wohnbebauung aufgezeigt. In einem vor gut einem Jahr gestarteten Prozess mit öffentlichem  Planungsworkshop und mehrfacher Rückkoppelung mit der Bürgerschaft waren daher Anforderungen für eine künftige Entwicklung formuliert worden.

Dieser Prozess mündet nun in der Ausschreibung eines „konkurrierenden städtebaulichen Entwurfsverfahrens“ für das das rund 24 Hektar große Areal zwischen Neureuter Querallee, Unterfeldstraße, Untere Hardtstraße und Spöcker Straße. Ziel des städtebaulichen Realisierungswettbewerbs „Rahmenplan Neureut – Zentrum III“ ist ein zukunftsweisendes und innovatives städtebauliches Konzept, das den verschiedenen Wohnraumanforderungen mit guter Freiraum- und Versorgungsstruktur und modernem Verkehrskonzept gerecht wird.

Im Ausschuss stellte das Stadtplanungsamt wesentliche Aufgabenstellungen für die teilnehmenden Teams aus Stadtplanerinnen und -planer/Architektinnen und Architekten und Landschaftsarchitektinnen und -architekten vor. Der

Ausschreibungstext zeige, dass viele Anregungen aus dem bisherigen Prozess aufgenommen wurden, betonte Bürgermeister Michael Obert. Die Ergebnisse des Wettbewerbs, die die Grundlage für einen künftigen Bebauungsplan bilden, sollen im April 2018 vorliegen.