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Karlsruhe: Presseportal

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28. Oktober 2011

NEO2011 - Der Innovationspreis der TechnologieRegion biegt auf Zielgerade ein

 

Jury nominiert sechs Finalisten mit innovativen Ideen aus dem Bereich Mobilität für die Preisverleihung am 5. Dezember

Die Finalisten für den NEO2011 - Der Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe für herausragende Forschungsleistungen im Bereich Mobilität stehen fest: Aus den 19 Bewerbungen nominierte die Jury nun sechs Projekte für den Innovationspreis. "Wegen der hohen Qualität der Bewerbungen haben wir uns entschieden, den Kreis der Nominierten von fünf auf sechs zu erweitern", begründete Jochen Ehlgötz, Geschäftsführer der TechnologieRegion Karlsruhe, die Entscheidung der Juroren. Der NEO wird am 5. Dezember 2011 im Mercedes-Benz Kundencenter Rastatt vergeben und ist mit 20.000 Euro dotiert. Die Laudatio hält Jan Mücke MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Der Fachjury gehörten in diesem Jahr Prof. Albert Albers (Leiter des Instituts für Produktentwicklung am KIT), Bernd Bechtold (Präsident der IHK Karlsruhe), Günter Bolich (Vorsitzender ADAC Nordbaden e.V.), Prof. Karl-Heinz Meisel (Rektor der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft), Dr. Klaus Neb (Vorstandsvorsitzender des Automotive Engineering Network Südwest) und Prof. Volker Saile (Chief Science Officer des Karlsruher Instituts für Technologie / KIT) an. Sie hatte bereits im August aus den eingereichten Projekten elf Bewerber ausgewählt, die die Gelegenheit erhielten, ihre Vorschläge weiter auszuarbeiten.

Die Bedeutung der Elektromobilität, eine der Schlüsseltechnologien im Automobilbau, spiegelt sich auch in den Nominierungen zum NEO2011 wider. Gleich drei Projekte, die sich mit der Forschung und Entwicklung auf diesem Feld beschäftigten, nominierte die Jury für den Innovationspreis.

Torsten Götzmann von der SEW-Eurodrive GmbH & Co. KG in Bruchsal entwickelte ein induktives Energie- und Datenübertragungssystem zur kabellosen Batterieladung für PKW und Zweiräder. Das System ermöglicht die automatische Stromversorgung durch Ladematten, die beispielsweise an Ampeln, in Parkhäusern oder anderen Punkten für kontinuierliche Stopps in den Bodenbelag eingebaut werden und erhöht so den Aktionsradius der Elektrofahrzeuge. Dies sei "eine Basistechnologie, die für die Entwicklung der E-Mobilität von großer Bedeutung ist ", argumentierte die Jury.

Auch Jürgen Walter, Professor an der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft, und Sebastian Asam von der Firma MO Germany in Tübingen haben sich mit ihren Projekten dem Forschungsfeld Elektromobilität gewidmet. Walter konstruierte aus High-Tech-Materialien ein "E-Quickie", ein leises Elektrofahrzeug in Leichtbauweise, das keine schweren Batterien benötigt und mittels kontaktloser Energieübertragung während der Fahrt mit Strom versorgt wird. Asams Idee von einem leichten Stadtauto aus Glasfaser, Aluminium und Stoff überzeugte die Jury nicht nur durch geringe Masse, Kosten und niedrigen Energieverbrauch des Fahrzeugs. Auch die Konzeption eines Elektromobils speziell für den Stadtverkehr wertete das Gremium als Pluspunkt.

Mit der Frage, wie man Nutzfahrzeuge umweltschonend und effizient mit einer Hochtemperaturbrennstoffzelle klimatisiert und mit Bordstrom versorgt, befasste sich Günter Eberspach von der Eberspächer GmbH & Co. KG in Esslingen. LKW-Fahrer könnten so darauf verzichten, während ihrer Pausenzeiten den Motor weiterlaufen zu lassen oder einen Dieselgenerator zum Kühlen der Fahrerkabine zu benutzen. Das geräuscharme System reduziert die Emission gegenüber einem Verbrennungsmotor um mehr als 90 Prozent. Die Jury prognostizierte der Anwendung eine baldige Marktreife und große wirtschaftliche Erfolgschancen.

Ein neues Verfahren, mit dem sich besonders leichte 3D-Faserformteile für die Automobilindustrie fertigen lassen, entwickelte Egon Förster von der Fiber Engineering GmbH in Karlsruhe. Die Teile können mit verschiedener Dichte in unterschiedlicher Dicke sehr genau und industriell reproduzierbar hergestellt und später einfacher recycelt werden. "Leichtbau ist für die Zukunft der Mobilität ein ganz entscheidender Faktor", erklärte die Jury.

Als besonders innovative Mensch-Fahrzeug-Verbindung sah die Jury den "Joysteer Drive by Wire" von Andreas Zawatzky von der Mobilcenter Zawatzky GmbH aus Meckesheim. Das Autofahren per Joystick statt eines Lenkrads, so die Jury, gehe weit über die ursprüngliche Anwendung für Menschen mit Behinderung hinaus und besitze großes Potential, die Steuerung des Automobils grundlegend zu verändern.

Weitere Informationen zum NEO 2011 - Der Innovationspreis der TechnologieRegion unter www.trk.de.