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Karlsruhe: Presseportal

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12. Juli 2012

Unternehmen setzen stärker auf Kinderbetreuung

Wirtschaftsförderungsausschuss tagte in der Majolika

Ein Jahr nachdem der Karlsruher Gemeinderat das Maßnahmepaket zur Rettung der "Staatlichen Majolika Manufaktur Karlsruhe GmbH" verabschiedete, informierte sich der Wirtschaftsförderungsausschuss am Dienstag (10.7.) vor Ort über die Entwicklung der Majolika. Im Rahmen der von Erster Bürgermeisterin Margret Mergen geleiteten Sitzung legten der Vorstand der Majolika Stiftung Klaus Lindemann und Geschäftsführer Dr. Dieter Kistner dar, welche Anstrengungen bereits unternommen wurden, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit mit ambitionierten Produktlinien und wertvollen Premiumarbeiten die seit 110 Jahren bestehende Manufaktur zu neuem Glanz geführt werden könne. Erfreut zeigten sie sich über die positive Resonanz bei Unternehmen, Sponsoren und nicht zuletzt in der Bevölkerung zu den Bemühungen der Majolika-Stiftung.

Neben der zukunftsfähigen Neuausrichtung der Keramikmanufaktur präsentierten Vertreter der Studentengruppe PionierGarage ihre Überlegungen, was Karlsruhe tun kann, um noch mehr Gründungen zu erreichen, um noch mehr junge Studierende und Forscher in der TechnologieRegion zu halten. Die PionierGarage sieht sich als Plattform für unternehmerisches Denken und Handeln am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Gründungen anregen will. Ideen dazu lieferten ihnen unter anderem von der Stadt bezuschusste Delegationsreisen ins Silicon Valley und nach Zürich. Eine zentrale Erkenntnis dabei: Karlsruhe biete Gründungswilligen mit dem TechnologiePark, dem Kreativgründerzentrum "Perfekt Futur" sowie den Angeboten des Cyberforums, der Hochschulen und der Wirtschaftsförderung eine ganze Menge. Viele Angebote seien aber in sich zu geschlossen. Es fehle eine größere Räumlichkeit, in der Neugründungen möglich sind, die auch von außen her zugänglich ist für andere Gründer, Unternehmen und Studierende. Damit, so die Studierenden, sei auch möglich, dass durch den offenen Austausch neue Ideen auf den Weg gebracht werden können.

"Auf einem guten Weg" sieht Erste Bürgermeisterin Margret Mergen Karlsruhe bei den Bemühungen, dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Dazu legte sie dem Wirtschaftsförderungsausschuss eine Auflistung aller in der Stadt und der TechnologieRegion Karlsruhe bereits laufenden und geplanten Aktivitäten der verschiedensten Institutionen vor. Die im Katalog aufgeführten 39 Maßnahmen richten sich dabei an die verschiedensten Zielgruppen, angefangen von Schülerinnen und Schüler bis hin zu Geringqualifizierten.

Erfolgreich war die Stadt bei Ihrem Bemühen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu fördern, erfuhren die Ausschussmitglieder in einem Bericht über die Entwicklung der Kindertagseinrichtungen in Karlsruher Unternehmen. Nachdem die Stadt Karlsruhe als eine der ersten Städte in Deutschland in ihre Förderrichtlinien neben den öffentlichen auch betriebliche Kindergärten aufgenommen habe, sei das Betreuungsangebot deutlich gewachsen. Zudem sei bei den Unternehmen die Nachfrage deutlich gestiegen. Während 2008 nur 42 Kita-Plätze für Betriebe in fünf Einrichtungen zur Verfügung standen, werden Anfang nächsten Jahres in 19 Einrichtungen bereits 530 Platze für Kinder im Vorschulalter zur Verfügung stehen, davon 300 Plätze für Kinder unter drei Jahren. Innerhalb von vier Jahren hat sich damit die Platzkapazität um das Zwölffache erhöht. Derzeit fördert die Stadt den laufenden Betrieb der Einrichtungen mit über 65 Millionen Euro jährlich, hinzu kommen 7,1 Millionen Euro als Zuschüsse zu Investitionen allein im Jahr 2012.

Seine Zustimmung gab der Wirtschaftsförderungsausschuss zum Verkauf eines 2.000 Quadratmeter großen Grundstückes im Lorbeerweg in Neureut sowie einer 1.500 Quadratmeter großen Fläche in der Rudolf-Link-Straße in Palmbach.