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Karlsruhe: Presseportal

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22. April 2021

Wirtschaftsstiftung Südwest prämiert fünf Schulen

Preisträger: Podcastmacher des Beruflichen Merkur Gymnasiums Karlsruhe

Preisträger: Podcastmacher des Beruflichen Merkur Gymnasiums Karlsruhe

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Frühe und praxisnahe Berufsorientierung immer wichtiger

Insgesamt fünf Schulen aus der Technologie-Region Karlsruhe erhielten jetzt Urkunden und Preisgelder im Rahmen des jährlichen Schulwettbewerbs zur Berufsorientierung der Wirtschaftsstiftung Südwest. "Die ausgezeichneten Schulen sind mit ihren Projekten gut aufgestellt, um die Schülerinnen und Schüler frühzeitig mit der Berufswahl vertraut zu machen", hob der Vorsitzende Michael Kaiser hervor. 27 Projekte aus 24 Schulen in der TechnologieRegion Karlsruhe hatten ihre Unternehmungen bei der Wirtschaftsstiftung Südwest eingereicht. Insgesamt wurden bei diesem 14. Wettbewerb erstmals sieben Projekte ausgezeichnet, die berufliche, kaufmännische, technische oder ökologische Themen zum Inhalt haben. Denn ausgelobt worden waren je 500 Euro für fünf Projekte.

Die Wirtschaftsstiftung Südwest freute sich jedoch über gleich drei bemerkenswerte Projekte der Karlsruher Schule am Weinweg, einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum Sehen und beschloss spontan, jedem Projekt 250 Euro zukommen zu lassen. Beim "Bewerbungstraining in Kooperation" durchlaufen Schülerinnen und Schüler der achten Klasse einmal im Jahr ein Bewerbungsverfahren mit Bewerbungsgesprächen unter Realbedingungen. In der Projektwoche "Mein Beruf" erhalten Siebtklässler neben Exkursionen ein Knigge-Seminar zur Bewerbung sowie einen Eignungstest und setzen sich mit der eigenen Behinderung auseinander. Das dritte Projekt der Schule am Weinweg ist ein Schülerkiosk, in dem ebenfalls Siebtklässler zur Pausenverpflegung frische, regionale und nachhaltige Produkte bestellen, kalkulieren und verkaufen. Das Preisgeld soll hier beispielsweise in eine Eismaschine fließen.

Weitere Gewinner aus Karlsruhe und Landau

500 Euro gingen an die Schülerfirma "Irgendein Thema" von "Merkur Talks" des Beruflichen Gymnasiums der Merkur Akademie International, Karlsruhe. Schülerinnen und Schüler der Klasse 11 produzieren unterhaltsame Podcasts zu verschiedene Alltagsthemen für junge Leute bis 18 Jahre und bewerben sie über Social-Media-Kanäle. Sie wollen sich dabei im Aufbau einer Firma und im Marketing üben und verwenden den Zuschuss für Aufnahmeequipment und Software.

Ein weiterer Gewinner ist die Berufliche Carl-Engler-Schule aus Karlsruhe mit dem Projekt "Schule – und dann?". Gefallen hat hier, dass 200 Schülerinnen und Schüler vor dem Abitur oder der Fachhochschulreife bei der Berufs-, Studien- und Praxisorientierung auf vielfältige Weise unterstützt werden. Dazu gehören Vorträge von Hochschulen und der Arbeitsagentur sowie Einzelberatungen und Bewerbercoachings, Besuche von Studieninformationstagen und von Betrieben sowie Praktika an Hochschulen und in Betrieben. Durchgeführt werden auch eine Kontaktbörse und sogar Berufsberatungen bei den allgemeinbildenden Schulen, bevor Schülerinnen und Schüler sich für die Carl-Engler-Schule entscheiden.

Als vierte wurde die Berufsbildende Schule am Jugendwerk St. Josef Landau für die "Wilde Wald Welt" prämiert. Benachteiligte Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 11 erlernen in Kooperation mit Forstämtern berufliche Tätigkeitsfelder im Rahmen von Waldprojekten. Dazu gehören etwa der Biotop-, Jungbestands- und Landschaftsschutz sowie das Ermitteln zukunftsfähiger Baumarten. Von der Prämie soll Werkzeug zur Durchführung weiterer Umweltschutzprojekte angeschafft werden.

Stiftung seit 20 Jahren aktiv gegen Fachkräftemangel

Mit technischer Raffinesse überzeugte "Das automatisierte Gewächshaus" der Realschule Gaggenau. Eine speicherprogrammierbare Steuerung regelt das Bewässern, Lüften, Öffnen und Schließen der Fenster. Das Gewächshaus befindet sich im schuleigenen Garten, in dem auch Kleintiere gehalten werden und ist Teil des Konzeptes der Realschule als Naturparkschule. Die 500 Euro dienen der Finanzierung von Sensoren, Motoren und Lüftern.

Seit 20 Jahren bringt die Wirtschaftsstiftung Südwest jungen Menschen frühzeitig berufliche Themen praktisch und theoretisch nahe und fördert die Auseinandersetzung mit dem Unternehmertum. Damit reagiert die von der Stadt Karlsruhe, der Sparkasse Karlsruhe und der Volksbank Karlsruhe gegründete Stiftung auch auf den Fachkräftemangel.