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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. September 2013

Floriansjünger in vollem Einsatz

MITMACHEN ANGESAGT: Dieser kleine Besucher wird am Tag der offenen Tür zum Brandbekämpfer mit Atemschutzmaske. Foto: Knopf

MITMACHEN ANGESAGT: Dieser kleine Besucher wird am Tag der offenen Tür zum Brandbekämpfer mit Atemschutzmaske. Foto: Knopf

 

Tag der offenen Tür / Große Augen kleiner Besucher bei Übungen der Berufsfeuerwehr

Der "Tag der offenen Tür" bei der Karlsruher Berufsfeuerwehr in der Ritterstraße ist traditionell ein Familientag. So waren auch am vergangenen Samstag zahlreiche Familien mit ihrem Nachwuchs auf dem Areal der Floriansjünger in der Südweststadt unterwegs.

Und es war nicht nur zuschauen, sondern auch mitmachen angesagt. Ihre Herausforderung meisterten Julius (6) und sein Bruder Malte (5) geradezu spielend. Die beiden Steppkes lüpften ein tonnenschweres Fahrzeug mit einem Kran in die Höhe.

"Das war ganz einfach. Wenn man den Hebel nach vorne drückt, geht es ganz schnell?, sagte der kleine Malte begeistert. Was er mal werden will" Logisch, Feuerwehrmann. Kein Wunder, denn die Kleinen bekamen große Augen, bei dem was die Brandbekämpfer so demonstrierten. Ein Löschzug fuhr mit lautem Martinshorn in den Innenhof der Hauptwache ein. Dann galt es, die Drehleiter ausfahren. Denn aus einem Fenster drang dichter Rauch. Aber das fiktive Problem war vor schnell gelöst. Wir wollen den Bürgern unsere Arbeit näher bringen. Es geht um Prävention und Information?, sagte Dr. Markus Pulm, Sprecher der Karlsruher Wehr. Aber nicht nur Action war angesagt, vor allem wurden die Besucher substantiell über das Thema Brandschutz informiert. Pulm erinnerte daran, dass Rauchmelder in den Haushalten mittlerweile Pflicht seien. Wie ein Brand entsteht, erfuhren die Kinder beim ?Rauchhaus?. In dem Miniatur-Gebäude wurde anschaulich gezeigt, wie man reagiert und wie man es gar nicht erst so weit kommen lässt.


Im Keller der Wache durften sich die Kids wie echte Feuerwehrleute fühlen, indem sie die gesamte Montur anzogen und damit einen Parcours bestritten. Ferner wurde mit schwerem Gerät demonstriert, wie man Menschen aus Autowracks schneidet. Die Floriansjünger sind im Übrigen nicht nur für die Brandbekämpfung zuständig, auch die Tierrettung fällt in ihr Ressort. Stefan Dorn erklärte, wie Wespen-Völker umgesiedelt werden, falls sie sich beispielsweise im Rollladen-Kasten breit gemacht haben. Er machte aber auch deutlich: "Zunächst wollen wir für das Zusammenleben sensibilisieren. Mit einem einfach Fliegennetz kann man viel ausrichten." Angetan vom regen Interesse der Bevölkerung war Bürgermeister und Feuerwehr-Dezernent Klaus Stapf. ?Die Wehr ist ein sehr wichtiger Teil unserer städtischen Gemeinschaft. Und die Nähe und Transparenz, die sie hier zeigt, ist ebenso wichtig.?     -voko- 

 
 

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