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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. September 2013

Händel im Schein der Kerzen

DIE BAROCKOPER "Rinaldo" präsentiert das Badische Staatstheater bei den Händel-Festspielen mit großen Marionetten. Foto: BST

DIE BAROCKOPER "Rinaldo" präsentiert das Badische Staatstheater bei den Händel-Festspielen mit großen Marionetten. Foto: BST

 

Staatstheater zeigt:

Festspiele ab Februar 2014 Von einem "Fest im Stil des barocken Theaters" sprach vor kurzem Generalintendant Peter Spuhler vom Badischen Staatstheater (BST), bei der Programm-Vorstellung der Händel-Festspiele 2014

Man habe sich für 2014 die Vermittlung des "barocken Lebensgefühls" zur Aufgabe gemacht. Nach der Rekord-Besucherzahl von 15 000 Zuschauern in der vergangenen Spielzeit erwarte sein Haus auch in diesem Jahr einen enormen Andrang. Die Zeichen stünden gut, es seien bereits jetzt Veranstaltungen ausverkauft, sagte Spuhler. Im Mittelpunkt stehen vom 21. Februar bis 3. März die selten gespielte Händel-Oper "Riccardo Primo" (Richard Löwenherz auf dem Kreuzzug), bei der Frankreichs Regisseur Benjamin Lazar den Zauber der Barockbühne mit barocker Gestik und im Schein hunderter Kerzen auf prachtvolle Kostüme und Dekorationen entfalten will. Lazar und sein Team stellen sich zum ersten Mal in Deutschland vor.

Das Staatstheater wolle sich in dieser und in den nächsten Spielzeiten europäischen Regisseuren widmen, die noch nie in Deutschland gearbeitet haben. Musikalische Qualität garantiere dabei Dirigent Michael Hofstetter, der nach seinen Erfolgen mit "Giulio Cesare", "La Resurrezione" und "Ariodante" zu den Karlsruher Festspielen zurückkehrt. Die Titelrolle verkörpert Franco Fagioli, ein international gefeierter Countertenor. Neu ist, dass die Veranstaltung mit einem offiziellen Auftakt beginnt: Als Vorgeschmack gibt Fagioli am 24. November ein Galakonzert mit dem Programm seiner CD "Arien für Caffarelli". Auch die zweite Oper spielt im ritterlichen Ambiente der Kreuzzüge, in das die Barockoper so vernarrt war: Händels "Rinaldo" wird mit großen Marionetten präsentiert. Das Marionettentheater bewahre bis heute Technik und Zauber der Barockbühne, erläuterte Festspielleiter Bernd Feuchtner. Die Fassung in Begleitung von Sängern und Orchester war bereits bei den Händelfestspielen in Halle ein großer Erfolg. Der Wiedererweckung des barocken Tanzes hat sich die Ballettkompagnie L'Éventail verschrieben. Und wo könnten die Empfindungen der Barockzeit sich besser entfalten als in den Barockschlössern Badens? Das römische Ensemble Concerto Romano entführt sein Publikum im Asam-Saal des Ettlinger Schlosses in Caravaggios Rom. Die Festspiele öffnen sich damit auch in diesem Jahr wieder für die Region. So auch beim Auftritt von Sopranistin Roberta Invernizzi im Konzerthaus. Der Weltstar widmet sich in seinen Arien den Gesichtern der femme fatale Cleopatra. Begleitet wird sie vom Orchestre Atlante unter Michael Form, dem neuen Leiter der Händel-Akademie. -red-/-Lä-

 
 

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