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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. September 2013

Kostenfreie Räume oben auf Wunschzettel

WIE ENGAGEMENT WÜRDIGEN? Möglichen Formen der Anerkennung ging bei ?Ehrenamt ist Gold? eine Gesprächsrunde nach, die Martin Link (Mitte) vom Paritätischen Bildungswerk moderierte. Foto: Fränkle

WIE ENGAGEMENT WÜRDIGEN? Möglichen Formen der Anerkennung ging bei ?Ehrenamt ist Gold? eine Gesprächsrunde nach, die Martin Link (Mitte) vom Paritätischen Bildungswerk moderierte. Foto: Fränkle

 

Vorschläge der Ehrenamtlichen

Workshops und Podiumsrunde zu Anerkennungskultur

Bevor der Gemeinderat im November über eine Anerkennungskultur für bürgerschaftliches Engagement berät, entwickelten jetzt Ehrenamtliche unterschiedlicher Felder in einer ganztägigen Veranstaltung Vorstellungen zur Würdigung ihrer Arbeit.

An die 150 Bürgerinnen und Bürger, die in Vereinen, Initiativen oder Verbänden in Sport, Kultur, Umweltschutz, auf sozialem Gebiet, in der Jugend- oder Seniorenarbeit tätig sind, waren am Samstag zu Workshops und Podiumsgespräch unter dem Titel "Ehrenamt ist Gold wert" gekommen. Es gehe auch darum, den Stellenwert der Freiwilligenarbeit auszubauen und "junge Menschen wieder zum organisierten Ehrenamt zu bringen", betonte Bürgermeister Michael Obert in seiner Begrüßung. Und am Ende des vom städtischen Aktivbüro bei der Industrie- und Handelskammer veranstalteten Tags legten die Teilnehmer einen ganzen Katalog an möglichen Formen der Anerkennung ihrer Arbeit vor. Diese Wünsche und Forderungen an die Stadt hatten sie zuvor in mehreren moderierten Arbeitsgruppen entwickelt.

Ganz oben auf dem Wunschzettel stand ein Angebot an Räumen, das Vereine kostenfrei für ihre Arbeit nutzen können. Auch der auf der Rangliste weiter unten auftauchende Vorschlag nach einem "Haus der Vereine" ging in diese Richtung. Zu den wichtigsten Anliegen gehören darüber hinaus kostenfreie Angebote der Fort- und Weiterbildung, Einrichtung einer Koordinationsstelle in der Verwaltung sowie Weiterentwicklung des Aktivbüros, Abbau von Bürokratie oder Hilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit. Zur ebenfalls oben auf der Liste auftauchenden Ehrenamtskarte gibt es hingegen, so Aktivbüroleiterin Rosemarie Strobel-Heck, "noch erheblichen Gesprächsbedarf zu Verteilung und Ausformung".

Beim Podiumsgespräch zu Beginn des Tags hatte eine solche Karte ohnehin keine Rolle gespielt. "Dass die Stadt unsere Arbeit respektiert und Vorschläge ernst nimmt", bezeichnete etwa Prof. Wolfgang Fritz von der Arbeitsgemeinschaft der Bürgervereine, als wichtigste Form der Anerkennung. Für Manfred W. Schramm, der sich im Vorstand der Lebenshilfe Karlsruhe und als Leiter der integrativen Judo-Abteilung der Turnerschaft Durlach für Menschen mit Behinderung engagiert, war "deren Freude Anerkennung der Arbeit genug". Und der Vorstand des Caritasverbands Hans-Gerd Köhler nannte "partnerschaftliche Begegnung auf Augenhöhe" von Haupt- und Ehrenamtlichen als entscheidende Voraussetzung für fruchtbare Zusammenarbeit. Köhler: "Viel wichtiger als Ehrennadeln".     -trö-

 
 

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