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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Oktober 2013

Aufheben was andere wegwerfen

GESCHICKT MIT DEM BESEN zeigte sich Bürgermeister Klaus Stapf  bei seinem Arbeitseinsatz in der Handkolonne der Stadtreinigung.  Foto: Fränkle

GESCHICKT MIT DEM BESEN zeigte sich Bürgermeister Klaus Stapf bei seinem Arbeitseinsatz in der Handkolonne der Stadtreinigung. Foto: Fränkle

 

Bürgermeister Stapf für eine saubere Stadtauf Mülltour

Der Wunsch nach einer sauberen Stadt nimmt bei Umfragen meist einen Platz ganz weit oben ein. Die Stadt tut auch was dafür.

So füllt der "zirkulierende Präsenzreiniger", der seit Juli zwischen Europaplatz und dem Kronenplatz unterwegs ist, tagtäglich in nicht einmal einer halben Stunde seine Mülltonne komplett mit Dingen, die überwiegend seine Mitbürgerinnen und Mitbürger gedankenlos oder bewusst auf den Boden geworfen haben.

Der Präsenzreiniger gehört zu den elf neuen Mitarbeitern, die seit Juli im Rahmen der neuen Sauberkeitsinitiative zusätzlich zum bisherigen Personalbestand der Stadtreinigung für mehr Sauberkeit sorgen. Einen Eindruck davon, wie die Arbeit auf der Straße aussieht, verschaffte sich in der letzten Woche Bürgermeister Klaus Stapf.

Ausgerüstet mit Besen und Greifzange arbeitete er zwei Stunden lang in einer der Handkolonnen mit, die zu Fuß in acht Arbeitsbezirken der Innenstadt im Einsatz sind.

"Das Arbeitsgerät und die Kleidung sind gut. Funktionskleidung, Sicherheitsschuhe, angenehm zu tragen", stellte Stapf gleich nach seiner Einkleidung fest. Die Signalfarbe der Arbeitsmontur mit eingearbeiteten Leuchtstreifen diene nicht nur der Sicherheit des Personals, sondern mache gleichzeitig die Präsenz in der Stadt deutlich.

"Die Müllbeseitigung ist kein Randthema, keiner der diese Arbeit macht, muss sich verstecken", erhofft sich der Bürgermeister aber dennoch, dass die sichtbare Arbeit der Handkolonne so manchen oder manche doch dazu bringt, eigenhändig Kippen, Kaugummis oder Kartons in den bereitgestellten Mülleimern zu entsorgen.

"Im letzten Vierteljahr sind die Beschwerden weniger geworden, zumindest gehen bei mir weniger ein", will Stapf für ein endgültiges Urteil darüber, ob das neue Sauberkeitskonzept erfolgreich ist, noch etwas zuwarten. "Die Stadt steht zu ihrer Sauberkeit", möchte er seine Aktion auch als Wertschätzung gegenüber den 100 Stadtreinigern und 30 Fahrern verstanden wissen.

Sollte sich etwa eine erhöhte Reinigungsfrequenz für notwendig erweisen, dann müsse man auch über weitere Verstärkungen nachdenken. -fis-

 
 

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