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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Oktober 2013

Leichtsinn kann tödlich sein

PAPPFIGUREN erinnern daran, sich beim Überqueren der Gleise auf den Verkehr und nicht auf das Smartphone zu konzentrieren. Foto: Fränkle

PAPPFIGUREN erinnern daran, sich beim Überqueren der Gleise auf den Verkehr und nicht auf das Smartphone zu konzentrieren. Foto: Fränkle

 

VBK: Provokante Präventionsaktion mit Pappfiguren an vier Haltestellen gestartet

Bei voller Dröhnung Musik im Ohr, beim Lesen der neuesten Nachrichten auf dem Tablet-PC oder beim Spielen mit dem Smartphone kann man im Stadtverkehr schon mal den Überblick verlieren.

Wie schnell bei so viel Gedankenverlorenheit und Leichtsinn etwas passieren kann, macht nun eine drastische Präventionskampagne der Karlsruher Verkehrsbetriebe (KVV) deutlich. Eine lebensgroße Pappfigur strebt an der Haltestelle Mühlburger Tor Richtung Gleise, achtet aber nicht auf an- und abfahrende Bahnen, sondern ausschließlich auf das Smartphone.

Schnell werden die "Good News" zu "Bad News", denn einige Meter später ist der junge Mann tödlich verunglückt. Seine Körperumrisse sind auf die Gleise gesprüht wie es bei Unfallstellen so üblich ist.

Nur wer bei jungen Leuten Betroffenheit auslöse, erreiche sie mit seiner Botschaft und stoße Denkprozesse an, erklärte VBK-Chef Dr. Walter Casazza am Freitag, 20. September, den Sinn der provokanten Aktion. Vier Wochen lang werben die Figuren an von Schülern, Studierenden, Party- und Kinogängern stark frequentierten Haltestellen wie Durlacher und Mühlburger Tor, ZKM und Tullastraße für mehr Aufmerksamkeit. Danach "wandern" sie weiter. -maf-

 
 

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