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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Oktober 2013

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NEUES OUTFIT ANGESAGT: Die Fassade des in den 60er Jahren errichteten Technischen Rathauses soll erneuert werden. Die Mehrfachbeauftragung dazu gewann das  Büro "K9 Architekten". Foto: Fränkle

NEUES OUTFIT ANGESAGT: Die Fassade des in den 60er Jahren errichteten Technischen Rathauses soll erneuert werden. Die Mehrfachbeauftragung dazu gewann das Büro "K9 Architekten". Foto: Fränkle

 

Technisches Rathaus soll Kalksteinfassade bekommen

Sichtlich in die Jahre gekommen ist der in den 1960er Jahren errichtete Gebäudeflügel des Technischen Rathauses in der Lammstraße, in dem das Stadtplanungsamt, Bauordnungs- und Tiefbauamt sowie die städtische Kantine untergebracht sind.

"Die Fassade ist undicht und allein mit Hausmitteln nicht reparabel", erklärt Anne Sick, Leiterin des Amtes für Hochbau und Gebäudewirtschaft, die Entscheidung für das an prominenter Stelle gegenüber von Karstadt liegende Gebäude eine Mehrfachbeauftragung auszuloben, an der fünf Architekturbüros teilgenommen haben.

Herausgekommen sind Entwürfe auf "einem erstaunlich hohen Niveau", stellte der Juryvorsitzende Prof. Renzo Vallebuona von der Fakultät für Architektur bei der Bekanntgabe der Entscheidung fest. Letztlich habe man sich aber einstimmig für den Entwurf der "K9 Architekten" aus Freiburg entschieden.

Dieser zeichne sich vor allem durch den Mut auf, statt auf dominierende Farben oder Betonelemente auf eine Verkleidung mit Kalkstein zu setzen. Genau damit werde aber eine ruhige, stabile Wirkung erzielt, die "aus dem kleinen Platz einen sehr städtischen Platz macht".

"Es erscheint ein völlig neues Haus" beschreibt Baubürgermeister Michael Obert den wesentlichen Unterschied zu dem ?eher am Altbestand" orientierten Entwurf der "AFF Architekten Berlin", deren bronzefarbene Aluminiumfassade auf Platz zwei des Wettbewerbs landete. "Das kann man auch noch in dreißig Jahren ansehen" ist ebenso Anne Sick von dem Siegerentwurf der Freiburger Architekten überzeugt, die sich auch beim Wettbewerb bei der Waldschule Neureut durchgesetzt hatten.

Den vorgesehenen Wegfall der Überdachung zum regengeschützten Flanieren vor den Schaufenstern im Erdegeschoss, sieht sie als logische Fortsetzung des in der Kaiserstraße bei Fassadenneugestaltungen begonnen Weges Elemente wegzulassen, "die nichts mit dem Haus zu tun haben". Zu den Kosten könne man noch nichts sagen, wies Bürgermeister Obert daraufhin, dass nun erst die Enwurfsplanung und eine Kostenberechnung erstellt werde, die dann in die Ausschussberatungen gehe. Bei der Beschlussfassung werde man dann bei der Suche nach der langfristig wirtschaftlichsten Lösung neben den Anschaffungskosten auch die Folgekosten mit einbeziehen. Die notwendigen Haushaltsmittel sollen für 2015/16 eingestellt werden, damit die neue Fassade 2016 vorgesetzt werden kann. -fis-

 
 

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