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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Oktober 2013

Die Gesundheit geht vor

Jürgen Marin

Jürgen Marin

 

Beitrag der SPD-Gemeinderatsfraktion

Das Städtische Klinikum bleibt ein unverzichtbarer Teil der Karlsruher Krankenhauslandschaft. Die SPD-Gemeinderatsfraktion will auch in Zukunft die Qualität unseres städtischen Krankenhauses sichern.

Deshalb unterstützt die SPD Investitionen in den Neubau des Betten- und Funktionsgebäudes, des Institutionenzentrums und der Krankenhausküche. Im Zusammenspiel mit den anderen Krankenhäusern in Karlsruhe soll unser Städtisches Klinikum weiterhin eine Maximalversorgung für die Menschen vor Ort sicherstellen.

Berlin ist in der Pflicht

Leider machen die verantwortlichen Bundespolitiker in Berlin seit Jahren ihre Hausaufgaben bei der Finanzierung der Krankenhäuser in Deutschland nicht: Für Hygienemaßnahmen in den deutschen Krankenhäusern gibt es beispielsweise noch immer zu wenig Geld. Bis zu eine Million Menschen stecken sich deshalb jedes Jahr in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen mit gefährlichen multiresistenten Erregern an. Diese Erreger sind besonders widerstandsfähig und können mit herkömmlichen Antibiotika nicht bekämpft werden.

Hohe Hygienestandards sowie Schulungen für Krankenhauspersonal und Pflegekräfte sind notwendig, um die gefährlichen Keime in den Griff zu bekommen.

MRE-Netzwerk ist erfolgreich

Der Untätigkeit von Bundesregierung und Bundestag wollten die verantwortlichen Politiker in der Region Karlsruhe nicht zusehen und nahmen das Heft des Handelns selbst in die Hand. Mit Unterstützung der SPD-Fraktion gründeten Stadt und Landkreis Karlsruhe gemeinsam ein eigenes Bündnis zur Bekämpfung von multiresistenten Erregern: Das MRE-Netzwerk. Durch die regelmäßige Zusammenarbeit mit allen maßgeblichen Krankenhäusern, vielen Pflegeeinrichtungen und niedergelassenen Ärzten konnte der Patientenschutz in der Region Karlsruhe deutlich verbessert werden. In unserer Region sind deshalb weniger Menschen an multiresistenten Erregern erkrankt als im Bundesdurchschnitt! Eine Finanzierung solcher Aufgaben durch die Städte und Gemeinden kann aber auf Dauer keine Lösung sein. Wir werden deshalb auch die Bundestagsabgeordneten aus Karlsruhe weiter dazu auffordern, dass der Bund seiner Verantwortung nachkommt.

Das Beispiel der multiresistenten Erreger zeigt, wie wichtig eine funktionierende öffentliche Daseinsvorsorge für die Gesundheit der Menschen ist. Dafür steht die SPD-Fraktion auch in allen anderen Bereichen, in denen eine starke öffentliche Hand die Gesundheit der Menschen schützt und fördert: Gesundes Mittagessen in Schulen und Kitas, sowie Bewegungsförderung für jung und alt sind nur einige Stichworte. Auch eine zuverlässige Entsorgung von Müll und Abwasser gehört zum Gesundheitsschutz in unserer Stadt. Beides ist deshalb in der öffentlichen Hand besser aufgehoben als bei privaten Unternehmen.  Sie sehen: Für die SPD-Fraktion gilt bei allen Entscheidungen das Motto ?Die Gesundheit geht vor?.

Stadtrat Jürgen Marin

 
 

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