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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Oktober 2013

Effizienz unter einem "D-A-CH"

START im Botanischen Garten: Vertretungen dreier Kommunen wollen die Energiewende vor Ort voran bringen. Foto: Fränkle

START im Botanischen Garten: Vertretungen dreier Kommunen wollen die Energiewende vor Ort voran bringen. Foto: Fränkle

 

Karlsruhe und Salzburg sowie Winterthur wollen sich bei Energiewende beflügeln

Unter ein "D-A-CH" haben sich für einen optimalen, kommunalen Klimaschutz und den bestmöglichsten Einsatz von Energie die Städte Karlsruhe (D), Salzburg (A) und Winterthur (CH) begeben. Bürgermeister Klaus Stapf stellte die bisher einzigartige trinationale Kooperation bei ihrer Auftaktveranstaltung bei einem Mediengespräch vor.

Als Ort wurde das Palmenhaus im botanischen Garten  gewählt, um das Klima in 100 Jahren mit einer Verdoppelung der Hitzetage und tropischen Nächte und damit den Handlungsbedarf spürbar zu machen. Mehrere Jahre  lang wollen sich die drei Kommunen nun in ihren Klimaschutzanstrengungen gegenseitig beflügeln und voneinander lernen. Stapf erhofft sich so "zum Handeln zu kommen, Anregungen zu erhalten und beispielhaft für weitere Kommunen gemeinsame Projekte zu entwickeln".  Die  jeweiligen nationalen Ministerien fördern das Pilotprojekt -  so finanziert das Bundesministerium für  Wirtschaft und Technologie die deutschen Kosten für die erste Phase von 180.000 Euro.

Inbegriffen ist eine gemeinsame Begleitforschung, die der Initiator des Projekts, Prof. Dr. Eberhard Jochem vom Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien (IREES)  leitet.  Miteingebunden hat er als wissenschaftliche Partner die ENCO Energieconsulting AG aus der Schweiz und das Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen (SIR).

Ansatzpunkt für Jochem sind "die Millionen von Haushalte in den Kommunen der drei Länder". Die müssen mit allen anderen Akteuren wie der Wirtschaft, Stadtwerken, Verkehrsbetrieben, Politik und  Verwaltung und Forschung  zusammen kommen.

In einer Findungs- und Planungsphase samt gegenseitiger Vor-Ort-Besuche  treffen sich bis März 2015 sieben Arbeitsgruppen zu den Themen Quartierssanierung, Energieversorgung (inklusive "intelligente Netze"), Kommunale Gebäude und Anlagen, Mobilität, Industrie/Gewerbe/Handel/Dienstleistungen, Kommunikation sowie Forschung und Entwicklung. Für die hier vereinbarten Projekte folgt anschließend in den Städten eine fünfjährige Investitions- und Umsetzungsphase, für die ebenfalls Bundesfördermittel erhofft werden.

Umweltdezernent Klaus Stapf sieht das "D-A-CH-Projekt als hervorragende Ergänzung zu unseren Zielen und bisherigen Aktivitäten des Karlsruher Klimaschutzkonzepts und der klimaneutralen Kommune". Bisherige Karlsruher Projekte sind Quartiersentwicklung Rintheimer Feld durch die Volkswohnung,  Einspeisung der MiRO-Abwärme in das Fernwärmenetz, Orientierung städtischer Neubauten am Passivhausstandard, Förderung des Radverkehrs, EnergieEffizienz-Netzwerk, Kampagne "Karlsruhe macht Klima" oder das "GasPlus-Lab" von Stadtwerken, KIT und dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches. -cal-

 
 

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