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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Oktober 2013

Herzen und Köpfe erreicht

GRUPPENBILD IN ALTER BESETZUNG: Am 8. November wird der Beirat für Menschen mit Behinderungen für fünf Jahre neu gewählt. Erstmals können auch Einzelbewerber antreten.

GRUPPENBILD IN ALTER BESETZUNG: Am 8. November wird der Beirat für Menschen mit Behinderungen für fünf Jahre neu gewählt. Erstmals können auch Einzelbewerber antreten.

 

10 Jahre Behindertenbeirat: Karlsruher Pioniere im Kampf um mehr Teilhabe

Karlsruhe konnte als erste Stadt in Baden-Württemberg 2003 mit einem Beirat für Menschen mit Behinderungen aufwarten.

Und das ist auch zehn Jahre nach dessen Gründung noch eine Besonderheit, die bei der Jubiläumsfeier im vollbesetzten Bürgersaal des Rathauses am Dienstag, 8. Oktober, kaum jemand zu würdigen vergaß.

"Wir waren voller Tatendrang", schilderte Manfred Weber vom Beiratsvorstand die Aufbruchstimmung zu Beginn und die manchmal ernüchternde Realität. Vieles dauere länger als gedacht, nannte er das im Masterplan 2015 verankerte Ziel der Barrierefreiheit aller öffentlichen Gebäude als Beispiel. Trotzdem habe man viel erreicht, der Beirat sei "angekommen und angenommen."

Der Kampf um mehr Teilhabe sei ein Lernprozess für alle gewesen, blickte Beiratsvorsitzende Stefanie Ritzmann zurück. Man habe gelernt, über den Tellerrand der eigenen Handicaps hinauszublicken und ?nicht nur an uns zu denken?.

"Inklusion in der Bildung" sah Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup neben der Barrierefreiheit von Gebäuden und des Nahverkehrs als wichtiges Handlungsfeld der Zukunft. Vieles entscheide sich im Detail, deshalb ?brauchen wir ihr persönliches Know-How?. "Kompetent und unaufgeregt" hätten die Pioniere in eigener Sache ?Herzen und Köpfe erreicht? und "Karlsruhe verändert".  "Davon profitieren wir alle, davon profitiert das Miteinander", dankte Mentrup.

Als "wichtigen Impulsgeber" eines breiten gesellschaftlichen  Dialogs bezeichnete Katrin Altpeter, Landesministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren, die ehrenamtlich tätige Interessenvertretung. Gemäß der seit 2008 gültigen UN-Konvention werfe der Beirat einen "allumfassenden Blick auf das Zusammenleben" und stelle in allen Lebensbereichen Fragen nach "Hürden und Hindernissen."  -maf-

 
 

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