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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Oktober 2013

Kultur: Wirkliches und Nichtsichtbares

Kunst am Bau von Simon Pfeffel und Julia Sinner / Experten wählten Vorschläge aus

"Kunst am Bau" schmückt demnächst den neuen Schülerhort der Anne-Frank-Schule in Oberreut sowie die Kindertagesstätte Frühlingsstraße in der Oststadt. In nichtöffentlicher Sitzung einigte sich die Kunstkommission auf Vorschlä-ge von Simon Pfeffel und Julia Sinner. Unter Vorsitz von Bürgermeister Wolfram Jäger hatte sich das beratende gemeinderätliche Gremium am Dienstag, 8. Oktober, unter sechs Künstlervorschlägen für jeweils eine Arbeit zu entscheiden.

Pfeffels Arbeit "Wachstumsprozesse" zeigt den dreigeteilten quadratischen Schatten einer Baumwurzel als Sinnbild für Wachstum und Entfaltung. Das anthrazitfarbene Bild soll seinen Platz an einer Eckwand zwischen Eingangsbereich und Innenhof finden.

In dem wirr verzweigten Wurzelgeflecht gebe es viel zu entdecken, befanden die Juroren und sprachen von einer gut strukturierten getragenen Arbeit, die Wirkliches und Nichtsichtbares ausdrücke. Mit einer "Brosche" überzeugte Julia Sinner die Experten. Nach Umbau und Erweiterung der Kita Frühlingsstraße aus den 1970er Jahren ziert demnächst ihre an einen Schmetterling erinnernde grellfarbene Ornamentik die Hauswand an der Frontseite. Seriöse und wegweisend sei die "Applikation" aus Edelstahl, befand die Mehrheit des Gremiums. Laut Julia Sinner sei die "Brosche" als Wandschmuck auch flexibel einsetzbar.

Die Kunstkommission befasst sich vier Mal im Jahr mit städtischen Kunstprojekten im öffentlichen Raum. Dabei geht es auch um "Kunst am Bau", für die nach einer städtischen Selbstverpflichtung von 1983 jeweils ein Prozent der Bauwerkskosten auszugeben sind. Das Gremium setzt sich aus dem Kulturbürgermeister, fünf Stadträten sowie aus vier Sachverständigen aus Kunst und Architektur zusammen. Wenn die Kommission zum letzten Mal in diesem Jahr im Dezember getagt hat, dann hat sie über 16 Vorschläge zur "Kunst am Bau" und über die Vergabe von 97.500 Euro in vier Bauprojekten entschieden. Im vergangenen Jahr gab die Stadt für ihre bundesweit nahezu einzigartige Selbstverpflichtung 87.000 Euro aus. -Lä-

 
 

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