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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Oktober 2013

NEO2013 - Der Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe

NEO2013: OB Mentrup (l.) und Ro-land Tichy (r.) übergaben dem EnBW-Vorstandsvorsitzenden Dr. Frank Mastiaux (2.v.r.) und Hell-muth Frey, stellvertretender Leiter Forschung und Innovation bei der EnBW AG, den Preis. Foto: Fränkle

NEO2013: OB Mentrup (l.) und Ro-land Tichy (r.) übergaben dem EnBW-Vorstandsvorsitzenden Dr. Frank Mastiaux (2.v.r.) und Hell-muth Frey, stellvertretender Leiter Forschung und Innovation bei der EnBW AG, den Preis. Foto: Fränkle

 

Intelligenter Stromzähler überzeugte die Juroren

Der Gewinner des NEO2013 ist die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW). Eine Steckdose, die erkennt, wann der Strom günstig ist und dann die Spülmaschine anschaltet, ist die Vision des prämierten Projekts ?MeRegio? (Minimum Emission Region).

"Wir freuen uns sehr über den Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe, den wir auch im Namen unser Projekt-Partner ABB, SAP, IBM, Systemplan und dem KIT gerne entgegennehmen. Es ist schön, wenn man feststellt, dass eine Idee wie MeRegio, die wir bereits vor Jahren verfolgten, im Zeichen der heute so intensiven Diskussion um die Energiewende eine zukunftsweisende Bedeutung hat. Die Ergebnisse liefern die Grundlage für die Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen für die künftige Energiewelt", erklärte EnBW-Vorstandsvorsitzender Dr. Frank Mastiaux.

"Die Wende zu erneuerbaren Energien wird ohne Informationstechnologien nicht möglich sein. Erzeugung, Transport und Verbrauch von Energie müssen intelligenter werden", stellte Dr. Frank Mentrup fest. Für den Vorsitzenden der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) und Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe ist die TRK eine ?"Modellregion Energie" für Baden-Württemberg, Deutschland und Europa. "Indirekt wird mit dem Preis auch die Region ausgezeichnet, für die Bereitschaft und Fähigkeit miteinander zu sprechen", so Laudator Roland Tichy, Chefredakteur der Wirtschaftswoche, für den die Vernetzung als neue Dimension der Industrialisierung eine Grundvoraussetzung ist.

Hellmuth Frey, stellvertretender Leiter Forschung und Innovation bei der EnBW, entwickelte eine Stromampel, um das Verhalten von Verbrauchern zu beeinflussen. Das Ampeldisplay übermittelt dem Kunden Informationen über das Stromangebot für den aktuellen und den Folgetag. Die Nutzung erneuerbarer Energien wird durch Preisanreize für die Teilnehmer gefördert.

Die Kunden können ihren Stromverbrauch und ihre Stromkosten einsehen und den Betrieb ihrer Geräte an das Preisniveau anpassen. Sie werden zu Energiemanagern. Herzstück für die vernetzten Kunden bildet der intelligente Stromzähler. Er liefert die laufenden Verbrauchsdaten an das Abrechnungssystem des Unternehmens. Die Kunden erhalten über die Stromampel die Tarife und Preisentwicklungen. Die Farbe Rot signalisiert einen hohen Strompreis, gelb einen mittleren und grün einen günstigen. Zusätzlich zum Display bietet "MeRegio" Auswertungsmethoden, wie das Ablesen des Verbrauchs oder das Aufzeigen von Einsparungen. In bestimmten Gebieten sollen durch das Energieverbrauchsverhalten und die Anpassung an die sich ändernde Erzeugungssituation die Emissionen verringert werden. Bei Industriekunden kann die Analyse der Produktionsschritte wichtig sein, um zu erkennen, wo Energieeinsparungen möglich sind. So können Maschinen mit erhöhtem Energieverbrauch aufgespürt und durch ihren Austausch eine Energieeffizienz erzielt werden.

Der Innovationspreis der TRK wurde zum Themenfeld "Energie und IT" ausgeschrieben. Die Projekte der drei Nominierten wurden bei der Verleihung vorgestellt. OB Mentrup und Roland Tichy übergaben den Preis im Audimax des Karlsruher Instituts für Technologie. Als Moderator führte Mathias Zurawski vom SWR-Studio Karlsruhe durch den Abend. Weitere Infos im Internet: www.trk.de. -bw-/-döp-

 
 

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