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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Oktober 2013

Werte schaffen und weitergeben

Ausstellung in Kundenzentrum der Sparkasse / Vortrag von Petra Roth zu Rolle in Gesellschaft

Die Sparkasse Karlsruhe Ettlingen rückt derzeit das Thema Stiftungen in den Blickpunkt. In ihrer Hauptstelle präsentieren sich in einer Ausstellung Stiftungen aus Stadt und Region. Und am Eröffnungsabend sprach die ehemalige Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth über die Rolle von Stiftungen.

Eine Stiftung ist eine Einrichtung, die mit Hilfe eines Vermögens einen vom Stifter festgelegten Zweck verfolgt. Eine Win-Win-Situation schafft: Das Vermögen wird in der Regel auf Dauer erhalten, die Begünstigten kommen in den Genuss der Erträge.

Stiftungen werden meist in privatrechtlicher Form errichtet und dienen nachhaltig gemeinnützigen Zwecken. Die Präsentation von 18 in Karlsruhe und dem Umland tätigen Stiftungen, die noch am heutigen Freitag, 11. Oktober, im Kundenzentrum der Sparkasse am Europaplatz zu sehen ist, spiegelt die Vielfalt der gesellschaftlichen Einsatzfelder wider.

Von der Heimstiftung über das Centre Franco-Allemand und die KIT-Stiftung zur Förderung von Forschung, Lehre und akademischem Leben bis zur Jugendstiftung der Sparkasse: Stiftungen engagieren sich auch in unseren Regionen in der Jugend- und Altenhilfe ebenso wie in der Krankenversorgung, in Bildung, Sport, Kultur oder in der Heimatpflege.

Die besondere Bedeutung des Stiftungswesens, dessen Wirken in alten Städten bis ins Mittelalter zurück reicht, auch für die junge Stadt Karlsruhe hob Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup am Eröffnungsabend hervor. Stiftungen seien vor dem Hintergrund der vielfältigen Aufgaben in Sachen Kunsthalle, ZKM, in der Kultur insgesamt oder auf sozialem Gebiet unabdingbar, so Mentrup,  "um das Niveau der Stadt weiter zu entwickeln".

Der OB setzt dabei auf "gemeinsame Synergien von Politik und Stiftungen". Von einem "Boom des Stiftungswesens" sprach die frühere Frankfurter Oberbürgermeisterin Dr. Petra Roth in ihrem Festvortrag vor dem Hintergrund der 20.000 Stiftungen in der Bundesrepublik, zu denen täglich zwei neue dazu kämen. Stiftungen hätten den Vorteil, mit hochqualifizierten Fachleuten "genau das umsetzen zu können, was sie wollen".

Neben den bisherigen Tätigkeiten kann sich die frühere Präsidentin des Deutschen Städtetags eine Ausweitung auf weitere Felder vorstellen. Petra Roth: "Etwa dem Gefühl der Ausgrenzung bei arbeitslosen Menschen durch Hausbesuche begegnen". Insgesamt würde die Bedeutung der Stiftungen, so Petra Roth, durch die wachsenden Formen der Bürgerbeteiligung weiter zunehmen. -trö-

 
 

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