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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Oktober 2013

Zola jetzt in Tschechien

ADIEU: Zola, der Sommer-Publikumsliebling im Karlsruher Zoo, zeigt sich ab morgen im Zoo von Usti nad Labem in Tschechien.

ADIEU: Zola, der Sommer-Publikumsliebling im Karlsruher Zoo, zeigt sich ab morgen im Zoo von Usti nad Labem in Tschechien.

 

Zoo-Kooperationen fördern genetisch stabile Gruppen

Zola ist am Montag dieser Woche (7. Oktober) in die tschechische Republik gereist. Ihre neue Heimat ist die Seehund-Anlage im Zoo Usti nad Labem (Usti an der Elbe) im Norden von Böhmen. Dort wird die Seehündin, die durch ihren Ausflug in den Schwanensee des Karlsruher Zoos bekannt wurde, zusammen mit zwei Artgenossen morgen (Samstag, 12. Oktober) einen weiteren "großen Auftritt" haben. Dann wird die neue Anlage der Öffentlichkeit vorgestellt.

Von Anfang an war klar, dass Zola nicht bei den Eltern in Karlsruhe bleiben kann. Zoos sind in der Gemeinschaft der europäischen Zoos und Aquarien (EAZA) zusammengeschlossen und kooperieren etwa in Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEP).

Zootiere ziehen daher häufig um mit dem Ziel, genetisch stabile Gruppen zu bekommen. Auch demographische Gründe spielen eine Rolle. Bei Zola und anderen weiblichen Nachzuchten muss ausgeschlossen werden, dass Väter ihre Töchter decken (Vermeidung von Inzucht). Bei männlichen Jungtieren wiederum kann es zu ernsthaften Konflikten zwischen Vätern und ihren Söhnen kommen, die Verletzungen oder Tötungen zur Folge haben können.

Im Zoo Usti lebt Zola nun in einer modernen, neuen Anlage. Das Zooteam freut sich, dass sein Schützling mit einem unverwandten Seehund-Männchen bald für Nachwuchs sorgen kann. Denn mittlerweile ist Zola zwei Jahre alt und damit fast geschlechtsreif.

Abschied nehmen heißt es auch bald für die beiden jungen Schneeleoparden "Anan" und "Athowa", die noch im Oktober auf Empfehlung des EEP-Koordinators im Alter von eineinhalb Jahren an andere Zoos abgegeben werden. -rie-

 
 

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