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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Oktober 2013

Der Ball rollt in den Bürgersaal

DIE AKTUELLE HAUPTTRIBÜNE wäre in eine neue Architektur nicht integrierbar. An gleicher Stelle entstünde die neue Tribüne. Foto: Fränkle

DIE AKTUELLE HAUPTTRIBÜNE wäre in eine neue Architektur nicht integrierbar. An gleicher Stelle entstünde die neue Tribüne. Foto: Fränkle

 

Stadionneubau: Nach Einigung wird mit Spannung Entscheidung im Gemeinderat erwartet

Ein jahrelanges Tauziehen nähert sich dem Ende: Wenn jetzt der Gemeinderat kraftvoll mitzieht, steht der Neubau des Wildparkstadions endgültig auf der sicheren Seite. Nachdem sich Stadt und Karlsruher SC auf den Standort Wildpark für eine moderne Fußballarena einigten, ist jetzt die Zeit für Detailplanungen, auf deren Basis der Gemeinderat noch in diesem Jahr seine Entscheidung pro oder contra Stadionneubau treffen soll.

Der KSC hat zugesagt, seine in der Umbauphase zu erwartenden Einnahmeverluste zu beziffern und ein Papier auf den Tisch zu legen, das die technischen und organisatorischen Ansprüche an eine Fußballarena nennt. In Gesprächen mit der Stadtverwaltung müsse außerdem die künftige Verkehrssituation inklusive Parkmöglichkeiten rund um das Stadion geklärt werden. Ein Thema soll dabei der Bau eines Parkdecks auf dem Birkenstellplatz sein. Eine "handelnde Rolle" werde die Stadt laut OB Dr. Frank Mentrup bei der Aufstellung eines Sicherheitskonzepts übernehmen.

Die Ergebnisse müssten mindestens für die nächsten zehn Jahre ab Anpfiff im neuen Stadion taugen. Derzeitige Berechnungen gehen von mindestens 120 Millionen Euro für das Neubauprojekt aus. Wenn der Grundsatzbeschluss im Plenum steht, könnten Details erörtert und geplant sowie mit dem KSC über Mietkonditionen gesprochen werden. Bis der Neubau auf Planbögen und in den PCs Form und Gestalt angenommen hat, gehen laut OB jedoch mindestens noch drei Jahre ins Land. Erst dann werde der altehrwürdige Wildpark zur Baustelle.

Übereinstimmend erklärten Mentrup und KSC-Präsident Ingo Wellenreuther, dass eine kostenintensive Sanierung des Stadions keine Alternative zum Neubau sei. Derweil rollt der Ball langsam Richtung Bürgersaal. Nur wenn die kommunalpolitische Bürgervertretung kein Votum pro Umbau erzielen sollte, könnte die Baukosmetik zum ungeliebten Thema werden.

Krempelt jedoch eine noch zu gründende Gesellschaft die Ärmel hoch, um den Neubau abzuwickeln, sind auch die Tage der Haupttribüne gezählt. Sie sei laut Mentrup nicht in eine zeitgemäße Architektur integrierbar. Die neue Haupttribüne werde dann wegen der Kameraposition und dem Einfall des Sonnenlichts an gleicher Stelle gebaut. Ausdrücklich bekannte sich der OB zu einem "hochfunktionsfähigen Fußballstadion". Für eine Multifunktionsarena gebe es in Nordbaden keinen Bedarf. Da seien andere Städte schneller gewesen. -Lä-

 
 

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