Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Oktober 2013

Miteinander in Stadtteilen stärken

BEISPIEL SÜDWERK: Bestehende Bürgerzentren wie das in der Südstadt sollen im Sinne des sozialen Miteinanders weiter entwickelt werden. Foto: Fränkle

BEISPIEL SÜDWERK: Bestehende Bürgerzentren wie das in der Südstadt sollen im Sinne des sozialen Miteinanders weiter entwickelt werden. Foto: Fränkle

 

Entwicklung in Schritten / Prioritätenliste / Hauptausschuss stimmte Vorgehen zu

Die Stadt will mit dem Auf- und Ausbau von Bürgerzentren das soziale Miteinander, die Integration und das bürgerschaftliche Engagement in den Stadtteilen stärken. Ein von Bürgermeister Wolfram Jäger dazu vorgelegtes Konzept fand jetzt einhellige Zustimmung im gemeinderätlichen Hauptausschuss.

Nach dem Konzept sollen Bürgerzentren als Stätten der Begegnung und Orte gelebter Integration die Identifikation der Bewohner mit dem jeweiligen Stadtteil fördern, Organisationen und Menschen vor Ort vernetzen, Angebote in Bildung oder Gesundheit vorhalten sowie sozialer Ausgrenzung vorbeugen.

Im Sinne einer präventiv ausgelegten Sozialpolitik sollen Bürgerzentren "vorrangig in Stadtteilen mit besonderem sozialen Entwicklungsbedarf sowie mit großen Neubaugebieten entstehen",  betonte Bürgermeister Wolfram Jäger am Dienstag vor dem Hauptausschuss. Einige der Stadtteile mit Vorrang verfügen wie die Südstadt mit dem Südwerk, die Oststadt mit dem Stadtteilladen oder Oberreut mit der "Weißen Rose" bereits über entsprechende Zentren.

Die will die Stadt auf Möglichkeiten inhaltlicher Erweiterung und zusätzlicher Kooperationen untersuchen. Oben auf der Prioritätenliste stehen mit Innenstadt-Ost, Innenstadt-West und Knielingen auch drei Stadtteile, in denen bis jetzt ein solches Zentrum fehlt. Dort will die Stadt bestehende Angebote und Treffs untersuchen und eventuell in einem "modularen Aufbau" Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Jugendtreffs oder Bibliotheken zu Bürgerzentren weiterentwickeln. Nach den ersten Schritten folgt eine Bestandsaufnahme in den übrigen Stadtteilen. Zunächst bei denen, in denen wie in Nordwest- oder Südweststadt bereits ein aus dem Quartier heraus artikulierter Bedarf besteht. "Wir wollen keine Zwangsbeglückung, sondern setzen auf individuelle Lösungen, die Engagement vor Ort fördern", betonte OB Dr. Frank Mentrup.

Ziele, Inhalte und Schritte des Konzepts stießen bei den Mitgliedern des Ausschusses auf breite Resonanz. "Als passenden Weg", sah CDU-Fraktionsvorsitzende Gabriele Luczak-Schwarz "die sukzessive flächendeckende Entwicklung". Als "richtigen Ansatz", lobte GRÜNE-Sprecherin Bettina Lisbach "die flexiblen Lösungen zur Förderung bürgerschaftlichen Engagements". Das Vorgehen fand bei FDP-Fraktionschefin Rita Fromm ebenso Zustimmung wie bei KAL-Stadtrat Dr. Eberhard Fischer, der als "entscheidenden Faktor die Akteure vor Ort" bezeichnete. Und SPD-Fraktionschefin Doris Baitinger regte an, "auch den Bergwald in das Konzept aufzunehmen". -trö-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe