Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Oktober 2013

Projekt Spiel und Aktion im Otto-Dullenkopf-Park hat Fahrt aufgenommen

RUND UM DAS ZELT des Zirkus Maccaroni hat sich ein friedliches Nebeneinander von Initiativen und Gruppen etabliert.  Foto: Fränkle

RUND UM DAS ZELT des Zirkus Maccaroni hat sich ein friedliches Nebeneinander von Initiativen und Gruppen etabliert. Foto: Fränkle

 

Jugendliche beteiligen sich engagiert an der Weiterentwicklung des Areals

"Demokratische Teilhabe auf hohem Niveau" praktiziert der Stadtjugendausschuss (StJA) bei der Entwicklung des Spiel- und Aktionsparks Otto Dullenkopf. Kinder und Jugendliche beteiligen sich. Allerdings nicht nur damit, in Zukunftsworkshops Wünsche zu äußern und zu diskutieren. Vielmehr sind Wissen und Ideen der jungen Leute auch wesentliche Bestandteile der künftigen Planung.

Nicht die Stadt allein soll es richten, sie selbst wollen Verantwortung übernehmen, sie investieren ihre Zeit und wollen bei der Realisierung mit anpacken. Das Projekt habe "ordentlich Fahrt aufgenommen", betonte StJA-Geschäftsführerin Elisabeth Peitzmeier jetzt vor den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses unter Vorsitz von Bürgermeister Martin Lenz und erntete großes Lob.

Das Areal, zwischen dem Neubaugebiet Südstadt-Ost und dem Kreativpark "Alter Schlachthof" gelegen, lebe von Veränderung und Weiterentwicklung und sei ein attraktiver Ort für verschiedene Szenen. Und alle wollen mittun: Kinder wünschen sich Klettermöglichkeiten, Seilbahn, Fahrradpark und Naturteich. Jugendliche favorisieren die Umwandlung des vorhandenen Skate-Parks in eine Bowl, Trendsportangebote oder die Nutzung der angrenzenden Hallen auf der südlichen Teilfläche des Geländes, das noch verpachtet ist und nach aktuellem Stand 2017 frei wird. Und für junge Erwachsene haben Themen wie "Gärtnern" -vom Pflanzen, Pflegen bis zur Ernte - und "Bewegung" einen hohen Stellenwert.

Begonnen hatte alles 2008 mit der Ansiedelung des Zirkus Maccaroni, dessen Angebote sehr beliebt und schnell ausgebucht sind. Mittlerweile steht das Zirkuszelt auf einer wassergebundenen Oberfläche, Wasser- und Stromanschlüsse wurden verlegt. Im angrenzenden Verwaltungsgebäude hat der Stadtjugendausschuss eine Wohnung angemietet, die als Büro, Besprechungsraum und Lager und bei schlechtem Wetter den Jugendlichen als "Notquartier" dient.

Rund um das Zirkuszelt entfaltet sich ein friedliches und kreatives Nebeneinander verschiedener Initiativen und Gruppen mit Angeboten zu Artistik, Akrobatik, Parkour und Musikexperimenten wie dem "New Noise Festival" sowie neuen Garten- und Kunstprojekten.

"Wir sind begeistert von diesem Prozess und den Ergebnissen", hatte SPD-Stadträtin Yvette Melchien  "große Hochachtung" und auch Bettina Meyer-Augenstein und ihre CDU-Fraktion unterstützen die Weiterentwicklung gerne. Dass Jugendliche selbst anpacken, freute Stadträtin Margot Döring (KAL)  besonders und GRÜNE-Sprecherin Dr. Dorothea Polle-Holl fand sich bestätigt darin, dass man Jugendlichen nichts aufstülpen dürfe, das Vorgehen sei "lobenswert". -maf-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe