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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. Oktober 2013

Hausaufgaben für das Doppelprojekt

 

Sportpark Untere Hub und Konversion von Vereinsflächen für Wohnbau / Delta verringern

Auf grundsätzlich breite Zustimmung im Plenum stieß am Dienstag ein in Durlach seit 2007 favorisiertes Doppelprojekt.

Dies beinhaltet einen Sport- und Freizeitpark auf der Unteren Hub, in dem ASV, DJK und Tennisclub zusammen mit der dort bereits ansässigen Turnerschaft Durlach ihre Anlagen und Aktivitäten bündeln. Und auch der Schulsport soll dort Einzug halten.

Das Projekt der Stadtentwicklung sieht darüber hinaus vor, auf den durch die Verlagerung frei werdenden Vereinsflächen von ASV, DJK und TC zwischen Alter Weingartener Straße und Pfinz ein Wohngebiet zu schaffen. Der Verkaufserlös der Grundstücke soll zur Finanzierung des Sportparks dienen.

Eine Grundsatzentscheidung stand am Dienstag nicht an. Bis dahin sind noch einige Hausaufgaben zu erledigen. Knackpunkt ist die finanzielle Bilanz, die nach bisherigen Zahlen ein Delta von fast 20 Millionen Euro zwischen zu erwartendem Erlös aus dem Grundstücksverkauf an einen Investor und den Kosten des Sportparks ausweist. Das Plenum beauftragte die Verwaltung daher einstimmig, bis Sommer 2014 in weiteren Verhandlungen die Aufwendungen erheblich zu reduzieren und die Erlöse zu erhöhen.

Erst mit deutlich verbesserter Bilanz sei eine Grundsatzentscheidung möglich. In den weiteren Prozess einfließen soll auch ein Zusatzantrag der Grünen, bei der Konversion verstärkt Mietwohnungen im mittleren und unteren Preissegment zu schaffen sowie Einschnitte in die Grünzäsur auf ein Mindestmaß zu beschränken.

In der Debatte sprach CDU-Stadtrat Detlef Hofmann von einem "Win-Win-Projekt" und bekannte sich wie Stadträtin Dr. Ute Leidig  für die Grünen ("tragen Ziele mit") zu Sportpark und Konversion. Beide zeigten sich zuversichtlich, eine Lösung zu finden. Wie SPD-Stadtrat Hans Pfalzgraf, der von einem "guten Weg" sprach, die "derzeit nicht belastbaren Zahlen" zu verbessern. KAL-Stadtrat Dr. Eberhard Fischer stellte sich ebenso hinter Projekt "und Arbeitsauftrag" wie FW-Stadtrat Jürgen Wenzel. Kritik äußerte FDP-Fraktionschefin Rita Fromm, die Belange des Tennisclubs "nicht ausreichend berücksichtigt" sah.

Für OB Dr. Frank Mentrup gilt es, "nun die fünf Parameter Sportpark, Schulsport, Freizeit, Wohnbau, Grünzäsur Schritt für Schritt zu einer finanziell vertretbaren Lösung zu bringen". -trö-

 
 

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