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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. Oktober 2013

"Haus-in-Haus" für Badisches Konservatorium doch keine Lösung?

NOCH NICHT DER GROSSE WURF waren die eingegangenen Vorschläge zur Nutzung der Gartenhalle für das Badische Konservatorium. Im Bild: Ein Architekt des Büros "Fuchs Maucher" aus Waldkirch (rechts) erläutert BM Obert seinen Entwurf. Foto: Fränkle

NOCH NICHT DER GROSSE WURF waren die eingegangenen Vorschläge zur Nutzung der Gartenhalle für das Badische Konservatorium. Im Bild: Ein Architekt des Büros "Fuchs Maucher" aus Waldkirch (rechts) erläutert BM Obert seinen Entwurf. Foto: Fränkle

 

Die Zukunft der Gartenhalle ist auch nach einem Architektur-Wettbewerb weiter offen

Auch nach einem Architektur-Wettbewerb für eine neue Nutzung der Gartenhalle ist weiter offen, wo künftig die Musik des Badischen Konservatoriums spielen soll. Sicher ist derzeit nur, dass die Karlsruher Messe die Gartenhalle nicht braucht, das Konservatorium aber dringend mehr Platz benötigt.

Um dem mehr als 20 Jahre alten Messehaus am Festplatz wieder Leben einzuhauchen, hatte der Gemeinderat eine Umnutzung der 5.800 Quadratmeter Fläche für die Musikschule beschlossen.  Favorisiert wurde eine so genannte Haus-in-Haus Lösung.

Sechs Architekturbüros reichten Vorschläge ein, überzeugen konnte aber keine der Arbeiten. Man werde nun mit Architekten prüfen, wie wirtschaftlich eine Haus-in-Haus Lösung sei, informierte Hochbauamtsleiterin Anne Sick. Dass sich die Jury für zwei 2. Preise entschieden hat, zeige Offenheit, aber auch die Unsicherheit wie mit der Halle umzugehen sei.

Von einem "VW und einem Rolls-Royce" war beim Vergleich der zwei präsentierten Entwürfe die Rede. Da der Wettbewerb keinen Kostenrahmen vorgab, waren gestalterischen Phantasien Tür und Tor geöffnet. Gefragt war indessen ein Konzept, das die Polarität zwischen Hallenabriss und Neubau auflöst und respektvoll mit dem Vorhandenen umgeht.

Laut dem Schweizer Architekten und Juryvorsitzenden Carl Fingerhuth nahmen nur zwei Vorschläge das Alte zum Partner für das Neue, während alle anderen Verfasser von der Gartenhalle allenfalls Reste übrig lassen und den Wunsch nach Erhalt verwerfen. Ein Büro aus Waldkirch machte die Aufgabenstellung zum Programm und modellierte eine zweigeschossige "Stadt in der Halle". In das Hallengerüst stellten die Architekten flexibel zugeordnete Holzkuben, die Straßen, Wege und Plätze bilden. Die andere aufwendigere Arbeit aus Amsterdam "Musikgarten Karlsruhe" lässt viel Spielraum und stellt den Unterrichtsbereich als großzügige Tribüne unter ein Glasdach.

Eine "Haus-in-Haus"-Lösung sei schwer zu realisieren, meinte Stadtrat Dr. Albert Käuflein (CDU) und Tom Høyem (FDP) gab zu bedenken, dass ja auch der Festplatz "festlicher gestaltet werden solle. Anne Sick äußerte ebenfalls Zweifel, ob die Lösung "Haus-in-Haus" wirtschaftlich Sinn mache: "Wir müssen jetzt die Kosten berechnen."

Zum Finanzvolumen wollte auch BM Michael Obert noch nichts sagen. Er verwies auf eine Machbarkeitsstudie zu Hallenabriss und Neubau für das Musikkonservatorium. Im Frühjahr solle das Papier auf dem Tisch sein. -Lä-

 
 

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