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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. Oktober 2013

Neubaukonzept Klinikum: Ein Stück Zukunft und Perspektive

ZUKUNFTSFLÄCHE: Bis 2019  entsteht hier ein neuer Betten- und Funktionsbau für das Städtische Klinikum. Mit enger Abstimmung und Flexibilität will das Klinikum mit seinen Beschäftigten die Bauphase meistern. Foto: Fränkle

ZUKUNFTSFLÄCHE: Bis 2019 entsteht hier ein neuer Betten- und Funktionsbau für das Städtische Klinikum. Mit enger Abstimmung und Flexibilität will das Klinikum mit seinen Beschäftigten die Bauphase meistern. Foto: Fränkle

 

255 Millionen Euro Kosten

Seine Bedeutung als einziges Klinikum der Maximalversorgung der Region wird das Städtische Klinikum Karlsruhe mit seinem Neubaukonzept gerecht.

Die Kosten für die bauliche, funktionale und wirtschaftliche Ertüchtigung durch Betten- und Funktionsbau, Institutszentrum und Produktionsküche sowie deren Einbindung in den Bestand belaufen sich nach Überarbeitung und Detailplanung auf rund 255 Millionen Euro, erläuterte Bürgermeister Klaus Stapf am Mittwoch vor den Medien.

Einhellig hatte der Gemeinderat am Dienstag seinen Grundsatzbeschluss von 2011 bekräftigt und dem aktualisierten Kostenrahmen zugestimmt. Die Feinplanung, auch unter Berücksichtigung zusätzlicher Anforderungen sowie Erkenntnissen externer Prüfung, hätten die deutlich Kosten anwachsen lassen, ausgemerzt worden seien dabei auch Planungsfehler, räumte Stapf ein. So wurde jetzt der Baukostenindex ebenso berücksichtigt (35 Millionen Euro) wie ein allgemeiner Risikozuschlag (19 Millionen Euro).

"Die Zahl 255 Millionen Euro steht nun aber", meinte Stapf. Als Gararant dafür sah er auch den neuen kaufmännischen Klinikum-Geschäftsführer Markus Heming mit ausgewiesener Kompetenz in Controlling. Förderfähig sind 55 bis 60 Prozent der Kosten. Außerhalb der 255-Millionen-Kalkulation geführt werden "zusätzliche Risiken", hier unter anderem die Unwägbarkeit bei der Fördersumme, denn geringere Zuschüssen erhöhen zwar den Eigenanteil, nicht jedoch die Gesamtsumme.

Knapp 25.000 Quadratmeter Nutzfläche und damit ein Fünftel der derzeitigen Fläche sollen neu entstehen, erläuterte Klinikum-Geschäftsführer Prof. Dr. Martin Hansis. "Wir machen dies für die Menschen", betont Stapf. Was neben einem Plus bei Ambiente und Betreuung auch heißt, für Anforderungen von medizinischen Innovationen gerüstet zu sein. Wenn im Herbst 2016 der erste Gebäudeteil, ein Jahr später der zweite Teil des Institutszentrums in Betrieb geht, und 2019 der Betten- und Funktionsbau steht mit PKW-Wendehammer vor der großen Eingangshalle, wird die Zahl der Planbetten unverändert bei 1.528 liegen.

Der Vergangenheit angehören dann aber Vier-Bett-Zimmer oder der Transport von Patienten zum OP durch Kellergänge. Es wird weniger Engpässe in OP-Bereichen und Verbesserungen in der Notaufnahme geben. Funktional konzipierte Einheiten können vom Personal  - bei kurzen Wegen - gut gemanagt werden. Im patientenfernen Bereich ist mehr Effizienz mit weniger Personal zu erreichen, beim medizinischen Personal sieht Hansis Spielräume, die eher den Patienten zugute kommen: "Heute geht viel Zeit durch ungünstige äußere Rahmenbedingungen verloren."

Das Betten- und Funktionsgebäude entsteht in der Campus-Mitte. Es fasst 80 Intensivbetten sowie 23 OP-Säle zusammen, bietet kleine, freundliche Zimmer mit Nasszellen in den Normalstationen und dockt mit der Erweiterung der Zentralen Notaufnahme an die bisherige Notaufnahme an. Das zweigeteilte Institutsgebäude am künftigen Wirtschafts- und Logistik-Hof an Moltke- und Kussmaulstraße führt Apotheke, Hygiene, Mikrobiologie sowie Zentrallabor, Pathologie zusammen. Die zur Hälfte in die Erde abgesenkte Produktionsküche schließt an das vorhandene Küchen- und Kantinengebäude an, ist äußerlich vor allem als begrüntes Plateau wahrnehmbar. -rie-

 
 

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