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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. Oktober 2013

Tonnen kriegen auf Chip Nummer

DEN CHIP fügt Bürgermeister Stapf in der Albert-Einstein-Straße in eine Tonne ein. Rechts AfA-Chef Kaufmann mit Lesegerät. Foto: Fränkle

DEN CHIP fügt Bürgermeister Stapf in der Albert-Einstein-Straße in eine Tonne ein. Rechts AfA-Chef Kaufmann mit Lesegerät. Foto: Fränkle

 

AfA führt Identsystem für Restmüllbehälter ein / Start ist am 1. Januar

Die Restmülltonnen bekommen ab jetzt einen Chip, ein so genanntes Identsystem. Bürgermeister Klaus Stapf hat es am 22. Oktober mit dem neuen Chef des Amts für Abfallwirtschaft (AfA), Stefan Kaufmann, in Wolfartsweier vorgestellt.

Das AfA, so Stapf, "kann so für mehr Gebührengerechtigkeit und -stabilität sorgen". Geleert werden künftig nämlich nur noch "bechipte" Tonnen. Erfahrungsgemäß sind 0,75 Prozent der aktuell 48.500 Behälter nicht registriert. Werden sie benutzt, zahlt die Allgemeinheit. Das ist künftig ausgeschlossen. Gestohlene Behälter können deaktiviert werden.

Vorteil für das AfA ist zudem eine effektivere Behälterverwaltung, etwa bei Behältertausch oder -abmeldung. Störungen wie gefrorener, nicht heraus lösbarer Inhalt oder Schäden können die Mülllader sofort melden. Feststellbar ist außerdem, wann und ob eine Tonne geleert wurde.

"Scharf geschaltet" werden die Behälter am 1. Januar 2014. "Wir erfinden das Rad nicht neu, denn das System hat sich anderswo seit 15 Jahren bewährt", versichert Kaufmann. Gewährleistet ist die Datensicherheit. Der Chip enthält nur die Behälternummer, keine Namen oder Adressen.

Die Nummer erhalten derzeit Hauseigentümer (nicht Mieter) in Form eines Aufklebers, den sie auf den Tonnendeckel kleben sollen. Letzteren vergleicht die Ausrüstungsfirma mit Standort und AfA-Datei. Bei Übereinstimmung bekommt die Tonne einen "unkaputtbaren" Transponderchip und einen Barcodeaufkleber. Per Handlesegerät übertragen die Ausrüster die Nummer auf dem Barcodeaufkleber auf den Chip. Beim Leeren wird die Nummer dann über eine Funkeinrichtung am Abfallfahrzeug an das AfA gesendet. Fragen sind unter der Behördennummer 115 möglich, Infos gibt es unter www.karlsruhe.de/abfall. -cal-

 
 

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