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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. November 2013

Stadt lebt von Vielfalt

WILLKOMMEN: OB Dr. Frank Mentrup überreichte Dr. Alireza Sarve Niazi (links) symbolisch die Einbürgerungsurkunde bei der vom Streichorchester des Helmholtz-Gymnasiums umrahmten Feier im Bürgersaal.

WILLKOMMEN: OB Dr. Frank Mentrup überreichte Dr. Alireza Sarve Niazi (links) symbolisch die Einbürgerungsurkunde bei der vom Streichorchester des Helmholtz-Gymnasiums umrahmten Feier im Bürgersaal.

 

Einbürgerungsfeier / OB: "In Gesellschaft einbringen"

Sie stammen aus Polen, Russland oder Kroatien, aus Kamerun, Chile, der Türkei oder von den Philippinen. Und leben in Karlsruhe. Manche schon viele Jahre lang. Nicht wenige der Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern entschließen sich, sich zu ihrer neuen Heimat zu bekennen. Nehmen einen Behördenmarathon auf sich. Werden deutsche Staatsbürger. Mit Ausweis, Rechten und Pflichten.

Die Neueingebürgerten bei einer Feier im  Rathaus willkommen zu heißen, ist guter Brauch in der Fächerstadt. Und der stößt auf breite Resonanz. An sämtliche 480 von Oktober bis September „frisch gebackene Deutsche“ schickte die Stadt Einladungen zur diesjährigen Feier. Gut 200 von ihnen konnte OB Dr. Frank Mentrup dazu vor kurzem im Bürgersaal begrüßen. Der war bis auf den letzten Platz besetzt. Mit den Neubürgern waren Verwandte, Vertreter von Gemeinderat und Verwaltung gekommen.

Karlsruhe lebe von der Vielfalt der Kulturen, betonte dabei der OB und appellierte an die Neubürger, „sich in Gesellschaft und Vereine einzubringen“. Gleichzeitig sollten sich die neuen Deutschen „ihrer Identität und ihrer Wurzeln“ bewusst sein können, sprach sich Mentrup dafür aus, beim Thema doppelte Staatsbürgerschaft „ein Stück weiter zu kommen“. Für die Neueingebürgerten dankte der aus dem Iran stammende Wissenschaftler Dr. Alireza Sarve Niazi, der seit 2007  am KIT arbeitet, dem OB für das herzliche Willkommen. Und seiner neuen Heimat dafür, dass er in Deutschland gelernt habe, „was eine funktionierende Demokratie ist.“

Buntes Bild als Spiegel der Stadt

Nach Zahlen des Amts für Stadtentwicklung haben fast 30.000 der Karlsruher mit deutschem Pass einen persönlichen Migrationshintergrund. Die Zahl der Einbürgerungen ist seit 2000 vor allem durch Zuwanderungen aus Osteuropa, Zuzug ausländischer Fachkräfte und Änderung des Staatsangehörigkeitsrechts gestiegen.  Seit der Jahrtausendwende meldet Karlsruhe insgesamt 6.300 Einbürgerungen, 387 davon im vergangenen Jahr, 480 in diesem. Darüber hinaus leben derzeit etwa 45.800 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in der Fächerstadt. Sie kommen aus insgesamt 105 Nationen und sorgen zusammen mit den „Ur“-Karlsruhern für ein buntes Bild im Spiegel des Lebens der Stadt.

-trö-

 
 

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