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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. November 2013

Es geht weiterhin nicht ohne

VIELZAHL VON BESCHÄFTI-GUNGEN: Die Arbeitsförderungs-betriebe bieten Jobs in der Fahrradwerkstatt (unser Bild), im Second-Hand-Lager, in Bautrupps, Schreinerei oder Schneiderei.  Foto: Fränkle

VIELZAHL VON BESCHÄFTI-GUNGEN: Die Arbeitsförderungs-betriebe bieten Jobs in der Fahrradwerkstatt (unser Bild), im Second-Hand-Lager, in Bautrupps, Schreinerei oder Schneiderei. Foto: Fränkle

 

Arbeitsförderungsbetriebe haben derzeit 150 Beschäftigte

Als kommunale Beschäftigungsgesellschaft 1988 gegründet, um vor allem arbeitslose Jugendliche durch Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebote in Ausbildung, Arbeit und damit in die Gesellschaft zu integrieren, haben sich die AFG-Arbeitsförderungsbetriebe der Stadt längst zum anerkannten und geschätzten Arbeitsmarktdienstleister für Karlsruhe entwickelt.

Das wurde bei der Feierstunde zum 25-jährigen Bestehen im Albert-Schweitzer-Saal deutlich. "Wenn der Arbeitsmarkt funktionieren würde, müsste es solche Unternehmen gar nicht geben", hielt Ministerialdirigent Gerhard Segmiller fest. Im Interesse der Menschen, seien Arbeitsförderungsbetriebe aber weiter vonnöten und auch von Seiten des Landes wolle man, in erster Linie Arbeit und Integration in Arbeit fördern. In diesem Bereich sei "Karlsruhe Spitze in Baden-Württemberg" stimmte Segmiller der Einschätzung von Bürgmeister Dr. Martin Lenz zu, die Stadt habe mit der mit  Gründung der AFB "die Segel richtig gesetzt".

Dass man sich mit seiner Arbeit immer wieder auf die Veränderungen des Arbeitsmarktes einstellen musste, zeigte AFB-Leiterin Ariane Neumann auf: "Am Anfang hat es gebrummt vor Arbeitslosigkeit vor allem bei Jugendlichen, später gab es die ABM-Maßnahmen, bevor mit der Zeit der 300-Euro-Jobs und Ich-AGs öffentliche geförderte Arbeit out wie nie zu sein schien. Die Stadt habe immer die Bedürfnisse der Menschen in den Vordergrund gestellt und sich bemüht, sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten auch in der Stadt selbst zu finden. So wurden in 25 Jahren insgesamt 6.000 Frauen und Männer beschäftigt, von denen 2.000 den Wiedereinstieg ins Berufsleben fanden.

Heute beschäftigen die AFB über eine Vielzahl von Förderprogrammen 150 Menschen auf Zeit, die wegen vielfältiger Problemlagen noch nicht in reguläre Arbeit vermittelt werden können.

Neben Arbeit in Fahrradwerkstatt, Second-Hand-Lager,  Bautrupp, Öko-Gruppe,  Schreinerei und Schneiderei bieten die AFB unter anderem Beratung und Hilfen bei Bewerbungen, Coaching, und arbeitsweltbezogene Schulsozialarbeit. -fis-

 
 

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