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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. November 2013

Gemeinderat zur städtischen Anerkennungskultur: Katalog soll zum Konzept werden

BEISPIEL LESEPATEN: Der Gemeinderat will Möglichkeiten zur Anerkennung ehrenamtlichen Engagements in ein Konzept gießen. Foto: Fränkle

BEISPIEL LESEPATEN: Der Gemeinderat will Möglichkeiten zur Anerkennung ehrenamtlichen Engagements in ein Konzept gießen. Foto: Fränkle

 

Ehrenamtliche besser fördern und würdigen / Der Hauptausschuss soll weiter beraten

Reichlich Lob gab es am Dienstag im Gemeinderat für einen Entwurf, den das Bürgermeisteramt zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements vorlegte. Als Konzept verabschiedete das Plenum das Papier jedoch nicht. Der Hauptausschuss soll nach einem Vorstoß der SPD-Fraktion beraten, wie die einzelnen Bausteine den konzeptionellen Rahmen einer städtischen Anerkennungskultur erhalten können.

Öffentliche Würdigung durch Zertifikate und Presseartikel, kostenlose Fortbildung, Überlassen von Räumen oder Ehrenamtskarte: In einem Workshop im September hatten über 90 Ehrenamtliche unterschiedlicher Sparten vielfältige Vorschläge für ein Konzept zur städtischen Anerkennungskultur entwickelt.

Die Ergebnisse des Workshops wurden dann mit dem Forum Ehrenamt abgestimmt und, gestützt auf die Erfahrungen der zwölfjährigen Tätigkeit des Aktivbüros, in eine Form gegossen. Bürgermeister Wolfram Jäger, der das Papier im Plenum vorstellte, sah darin „ein Konzept mit in einigen Punkten kontroversen Ansichten“, das es weiter zu entwickeln gelte.

Für die CDU dankte Fraktionschefin Gabriele Luczak-Schwarz der Verwaltung für die "gut strukturierte Vorlage", die als "hervorragender Einstieg in die Anerkennungskultur" diene.  Auch vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Auffassungen von Anerkennung sei es jetzt Aufgabe, so Luczak-Schwarz, "die drei großen Ws Wertschätzung, Würdigung, Weiterbildung mit Leben zu erfüllen". Das bürgerschaftliche Engagement sei "der Kitt einer offenen Gesellschaft" und die Anerkennung der Freiwilligenarbeit seiner Fraktion "ein großes Anliegen", begrüßte auch GRÜNE-Stadtrat Alexander Geiger  "Konzept und vorgeschlagenen Weg". Bei den nächsten Schritten würden die Grünen, so Geiger, "genau auf die Schnittstellen zur Bürgerbeteiligung achten".

SPD-Stadtrat Michael Zeh hingegen sah im Entwurf, in dem es "hinten und vorne noch hakt", kein Konzept, sondern einen "Maßnahmenkatalog". Dessen "verschiedene Bausteine müssen wir unter einen Hut bringen", plädierte Zeh dafür, vor einer Zustimmung im Gemeinderat das Konzept im Hauptausschuss detailliert zu beraten.

"Erfreut über die Vorlage" zeigte sich FDP-Stadtrat Heinz Golombeck, meldete aber ebenfalls "noch Diskussionsbedarf" an. Er hatte dabei vor allem die Ehrenamtskarte im Blick, die im Entwurf "schlecht weggekommen war". Während KAL-Stadträtin Margot Döring dafür warb, der "persönlichen Auszeichnung" einen höheren Stellenwert zu geben, wollte GfK-Stadtrat Friedemann Kalmbach bürgerschaftliches Engagement und Stadtteilentwicklung besser miteinander verknüpfen. Und FW-Stadtrat Jürgen Wenzel plädierte dafür, "Vereine finanziell mehr zu unterstützen". Am Ende der Aussprache verwies Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup das Thema Konzept zur Anerkennung ehrenamtlichen Engagements in Karlsruhe auf Antrag der SPD in den Hauptausschuss. -trö-

 
 

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