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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. November 2013

Schritt zur Inklusion

 

Stadt bietet Schulung in Gebärdensprache an

Auf Anregung der SPD-Gemeinderatsfraktion bietet die Stadt eine Kompaktschulung in Gebärdensprache für zunächst acht städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an.

Einen kleinen Schritt hin zur Inklusion versprach sich davon Stadträtin Angela Geiger, denn gehörlose Menschen seien speziell beim Kontakt mit Behörden auf fremde Hilfe durch Dolmetscher angewiesen. Fehle eine solche Unterstützung stünden sie oftmals vor unüberwindbaren Hindernissen, die eine echte Beratung unmöglich machten. Vor allem Kolleginnen und Kollegen in Dienststellen mit viel Kundenkontakt sollen zur Teilnahme an der Zusatzqualifikation ermuntert werden.

Die "Hochachtung" von .Karin Wiedemann (CDU) ist ihnen sicher. Sie befürwortete das Angebot ebenso wie Dr. Dorothea Polle-Holl von den Grünen, die darin eine "schöne Geste der Willkommenskultur" sah. Selbst rudimentäre Kenntnisse reichten aus, die Mauer zu überbrücken. Etwas kritischer sah das Ganze Heinz Golombeck von der FDP. Um die schwierige Gebärdensprache voll und ganz zu beherrschen bedürfe es ständiger Schulungen und Übungen. Und ob das Angebot in der Praxis tatsächlich so oft nachgefragt werde, bezweifelte Golombeck.

Auch Margot Döring (KAL) war überzeugt, dass es für "komplexe Beratung" weiterhin professionelle Dolmetscher brauche. "Der gute Wille ist lobenswert", kommentierte FW-Stadtrat Jürgen Wenzel den SPD-Vorschlag und auch OB Dr. Frank Mentrup wollte den Versuch "als Signal für erst gemeinte Barrierefreiheit" wagen. -maf-

 
 

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