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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. November 2013

Sieg für die Stadtwerke

 

Energy Award für Fernwärmenutzung aus der Raffinerie

Die Energy Academy, ein Expertenforum mit Fachleuten aus Fachleuten der gesamten Energiebranche haben entschieden: Der Energy-Award 2013 in der Kategorie "Gewerbliche Anlage" geht an das MiRO-Fernwärme-Projekt der Stadtwerke Karlsruhe.

"Der Sieg zeigt, dass die Stadtwerke mit dem Fernwärme-Ausbau und der Nutzung von industrieller Niedertemperatur-Prozessabwärme auf dem richtigen Weg sind und damit einen vorbildlichen Beitrag zur Energieeffizienz leisten", wies Erste Bürgermeisterin Margret Mergen, die Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke daraufhin, dass mit dem vom Bundesumweltministerium geförderten Pilotprojekt jährlich rund 65.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart würden, so viel wie die Abgase von über 130.000 Flügen zwischen Hamburg und München.

Die Stadtwerke nutzen Abwärme aus der Raffinerie und stellen damit die Heizwärme für rund 20.000 Wohneinheiten in Karlsruhe, unter anderem für zwei komplette Neubaugebiete im Westen und Norden der Stadt, zur Verfügung. Hierzu wurden über drei Kilometer Leitung auf dem MiRO-Raffineriegelände gebaut, die an sieben Orten die Niedertemperaturprozessabwärme einsammelt und an einem Sammelpunkt bündelt. Von dort strömt heißes Wasser unter Druck zum über fünf Kilometer entfernten Heizkraftwerk West der Stadtwerke, wo es die Wärme an das Karlsruher Fernwärmenetz abgibt.

"Diese Wärme muss nicht in Kesselanlagen erzeugt werden, so dass Primärenergie eingespart wird", betonte Dr. Karl Roth, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke. Ein Win-Win-Projekt für alle Beteiligten und für die Umwelt.  -red-

 
 

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