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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. November 2013

Zeichen für Versöhnung und Frieden

GEDENKEN am Volkstrauertag. Foto: Knopf

GEDENKEN am Volkstrauertag. Foto: Knopf

 

Traditionell gedachten eine Delegation des Gemeinderats sowie die Jüdische Gemeinde Karlsruhe gemeinsam mit OB Frank Mentrup beim Volkstrauertag zunächst am Jüdischen Friedhof des Hauptfriedhofs der Toten. In der Friedhofskapelle stimmte Kantor Moshe Hayoun das Totengebet für die jüdischen Opfer aller Kriege an.

David Seldner, Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Karlsruhe, sowie OB Frank Mentrup legten dort gemeinsam einen Kranz nieder. Anschließend folgte beim Ehrenmal auf dem Hauptfriedhof die zentrale Gedenkfeier des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge, der Stadt, der Bürgervereine, des Regierungspräsidiums sowie der Bundeswehr mit der Kranzniederlegung.

In seiner Gedenkansprache betonte Pfarrer i.R. Walter Heinlein: "Wir würdigen unsere Gefallenen der Kriege, die hier eine letzte Ruhestätte gefunden haben. Es symbolisiert gleichzeitig den Abkehr vom Hass und die Hinwendung zur Liebe." Heinlein erinnerte an die damalige Begeisterung der Bevölkerung beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs, den Überfall auf Polen als Auslöser des Zweiten Weltkriegs und an die vielen Millionen Opfer, welche die beiden Kriege forderten. Auch erinnerte er daran, dass vielen Bischöfen einst der Mut fehlte, die Stimme zu erheben, als 1938 die Synagogen brannten.

OB Frank Mentrup gedachte in seiner Rede ebenfalls der Opfer von politischem Extremismus, Gewaltherrschaft und Verfolgung. "Wir teilen ihre Schmerzen und setzen ein Zeichen für Versöhnung und Frieden", betonte der Rathauschef. -voko-

 
 

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