Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Dezember 2013

Bebauungsplan "Südwestliche Untermühlsiedlung": Passender Standort in Karlsruhe

NEUE ZENTRALE: Am Rande der Untermühlsiedlung entsteht die dm-Zentrale. Darstellung: dm/Entwurf Lederer+Ragnarsdóttir+Oei

NEUE ZENTRALE: Am Rande der Untermühlsiedlung entsteht die dm-Zentrale. Darstellung: dm/Entwurf Lederer+Ragnarsdóttir+Oei

 

Stadt und dm stellten die Firmenzentrale vor / Verkehr im Fokus

Der dm-drogerie markt will seine Hauptverwaltung in einem Gebäu-dekomplex auf dem Grundstück am Rande der Untermühlsiedlung zusammenführen. Erste Entwürfe des Projekts stellten Stadtplanungsamt und dm den Bürgerinnen und Bürgern vergangene Woche in der Karlsburg Durlach vor.

"Wir sind überglücklich, dass wir in Karlsruhe einen passenden Standort gefunden haben", erklärte Markus Trojansky, dm-Geschäftsführer des Ressorts Expansion. Im bis auf den letzten Platz besetzten Festsaal präsentierte er den Entwurf des Gebäudekomplexes sowie den aktuellen Planungsstand.

Danach soll auf einer Fläche von rund 50.000 Quadratmetern die neue dm-Zentrale für etwa 1400 Mitarbeiter entstehen. "Das Gebäude soll sich gestalterisch in das Areal einfügen", betonte Trojansky. Der Entwurf stammt vom Stuttgarter Büro Lederer+Ragnarsdóttir+Oei, das sich in einem Architektenwettbewerb durchgesetzt hatte.

Derzeit verteilen sich die Büros der Drogeriemarktkette auf sieben Standorte in Karlsruhe. Die gute Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Personennahverkehr und der Autobahnanschluss seien Gründe für den Standort an der Alten Karlsruher Straße gewesen. 90 Millionen Euro soll das Projekt kosten.

Neben einem drei- und viergeschossigen wabenförmigen Hauptgebäude mit Kantine beinhaltet der Entwurf ein Parkhaus, das versteckt unter einem begrünten Hügel, Platz für 1.000 Fahrzeuge bieten soll. Auch eine dm-Filiale und Kindertagesstätte sind geplant. Laut Trojansky werde ein nachhaltiger Gebäudebau verfolgt. Der Einzug in den neuen "dm-Campus" sei für Ende 2016/Anfang 2017 anvisiert.

Für Kritik bei den Bürgern sorgten die Themen Lärm und Verkehr. Hier kommt es laut Ulrich Wagner, Bereichsleiter Verkehr im Stadtplanungsamt, durch die Anbindung der dm-Zentrale zu einer stärkeren Verkehrsbelastung in der Dornwaldsiedlung. Bei einem Endausbau seitens dm mit 2.500 Mitarbeitern würde das Verkehrsaufkommen von rund 1.900 auf täglich 3.700 Fahrzeuge steigen.

Laut Wagner werde ein Direktanschluss über die Durlacher Allee untersucht, um eine Mehrbelastung für die Anwohner zu vermeiden. Bereits vorgesehen ist der barrierefreie Umbau der Haltestelle Untermühlstraße und deren Verlegung um einige Meter. Ziel sei es laut Wagner, den Umbau zeitgleich mit dem Einzug von dm fertig zu stellen.

Detaillierte Pläne sollen im Frühjahr 2014 vorgestellt werden. Unter www.karlsruhe.de (Stichwort "dm-Campus") können sich Bürger noch bis kommenden Mittwoch zu Wort melden. -döp-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe