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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Dezember 2013

Bürgerversammlung Bulach: Licht in dunkle Flecken

 

OB und Fachleute vor Ort / Problem Verkehr und Lärm

"Im schönen Bulach gibt es auch dunkle Flecken", eröffnete der Bürgervereinsvorsitzende Friedbert Neumann die Bürgerversammlung am Dienstag im ehemaligen Bulacher Rathaus. Gemeinsam mit OB Dr. Frank Mentrup und Vertretern aus der Stadtverwaltung gab es Antworten und Lösungsvorschläge zu Verkehrssituation, Ordnung und Lärm. Und man wollte diese "Flecken heller machen".

Einen "dunklen Fleck" hat auch das Rathaus. Denn dieses, das mag einem Schildbürgerstreich anmuten, besitzt zwar ein behindertengerechtes WC im ersten Obergeschoss, allerdings keinen Aufzug dorthin. "Wir können ja nicht jeden die vielen Stufen nach oben tragen", so Neumann und fordert daher einen Aufzug oder Treppenlift für das Rathaus, in dem zahlreiche öffentliche Veranstaltungen stattfinden.

Dieses Unterfangen gestaltete sich aber schwieriger als vom Bürgerverein erwartet. "Wir haben das geprüft. Ein Treppenlift kommt nicht in Frage. Ein außen liegender Aufzug, wie er auch am Haus Solms besteht kostet 750.000 Euro", erklärte Anne Sick, Leiterin von Hochbau und Gebäudewirtschaft der Stadt. Die Stadt wolle die Barrierefreiheit, aber das Projekt stehe in Konkurrenz mit weiteren Vorhaben. Sick: "Daher werden wir mit dem Behinderten-Beirat klären, welche Priorität dieser Aufzug hat."

Neumann zeigte sich darüber "enttäuscht" und hoffte bei weiteren Bulacher Problemen, etwa der Verkehrs- und Lärmsituation auf Hilfe.

Zufrieden sei man mit der Lösung der Parkbuchten im nördlichen Teil der Litzenhardtstraße. "Das Gehwegparken ist abgeschafft. So kann man damit leben", sagte Neumann. Auch im südlichen Bereich der Straße werde dies noch umgesetzt, so das Stadtplanungsamt.  Ein großes Problem ist der Lärm. "In Bulach haben wir mit den Gütergleisen mittendrin, der Südtangente, der L605 sowie den beiden Bahnstrecken, von allen Seiten eine Belästigung", beklagte Neumann.

"Die Bulacher Straßen sind keine Lärm-Hotspots", erklärte Norbert Hacker, Chef des städtischen Umweltamts. Die Lärmbelästigung sei aber verbesserungswürdig. So würde man das 680.000 Euro teure Projekt an der L605 für den nächsten Doppelhaushalt anmelden.

"Lärm ist ein generelles Problem in Karlsruhe", so OB Mentrup, der erneut darauf hinwies, dass die Stadt auf konkrete Hinweise über das Internet oder die Nummer 115 angewiesen sei. Mentrup: "Dann können wir dem Problem nachgehen." -mia-

 
 

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