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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Dezember 2013

Energiesparen ist Geldquelle

FREUDE über den Lohn fürs Energiesparen: Lehrende und Lernende aus sechs Schulen bekamen im Rathaus Schecks. Foto: Fränkle

FREUDE über den Lohn fürs Energiesparen: Lehrende und Lernende aus sechs Schulen bekamen im Rathaus Schecks. Foto: Fränkle

 

Zwischenbilanz des Einsparprojekts an 45 Karlsruher Schulen / Auszeichnungen

Das Nutzerverhalten ändern, Heizenergie, Strom und Wasser sparen, das sind die Ziele des seit 2011 laufenden Einsparprojekts an 45 Karlsruher Schulen. Baudezernent Michael Obert lobte bei einer Zwischenbilanz die Schulen für die Vermeidung von 670 Tonnen Kohlendoixid im Jahr 2012.

Das entspricht dem Verbrauch von jährlich 40 Einfamilienhäusern. Jede Schule habe zwischen sieben und zehn Prozent weniger Energie benötigt. Um das gesetzte Ziel, nämlich 15 Prozent zu erreichen, "müssen wir noch zulegen, sind aber trotzdem super zufrieden", ergänzte Amtsleiterin Anne Sick (Hochbau und Gebäudewirtschaft).

Planer, Bauarbeiter und Handwerker seien zusammen gerückt  und hätten "viel gelernt, wie man mit kleinen Maßnahmen viel erreichen kann". Das brachte den Schulen 100.000 Euro ein, denn 40 Prozent der eingesparten Kosten von 244.000 Euro bekommen sie  für eigene Projekte. Zehn Prozent fließen in weitere Klimaschutzaktionen an Schulen und die restlichen 50 entlasten den städtischen Haushalt.

Die besten "Absolventen" aller Schularten durften ihre "Erlöse" in Form von Schecks aus der Hand von Obert und Sick samt Geschenken gleich mitnehmen. So "verdienten" die Hebelgrundschule 1.300 Euro (13 Prozent Einsparung), die Grund- und Hauptschule Daxlanden 2.000 Euro (zehn Prozent), die Hebelrealschule 1.600 Euro (13 Prozent), die Vogesenförderschule 1.700 Euro (13 Prozent), das Bismarckgymnasium 5.200 Euro (15 Prozent)  und die Heinrich-Hübsch-Schule, Abteilung Farbe, 4.600 Euro (17 Prozent).

Verwenden wollen einige Schulen das Geld für hochwertige Thermometer oder Geräte für  Solarexperimente. Spitzenreiter bei den Einsparungen war insgesamt die Heizenergie (sechs Prozent oder 161.000 Euro), gefolgt vom Strom (ebenfalls sechs Prozent oder 69.000 Euro) sowie Wasser (neun Prozent oder 15.000 Euro).

Für entscheidend  hält Anne Sick Multiplikatoreffekte  durch Schulungen und Sensibilisierungsaktionen aller Beteiligten: "Jede Diskussion, die durch eine Schulstunde zum Thema Klimaschutz in der Familie fortgesetzt wird, ist für den kommunalen Klimaschutz von großer Bedeutung".  Im Gespräch  ist daher eine mögliche Fortführung des Ende 2014 auslaufenden Projekts. Einige Schulen haben bereits nach weiterer Unterstützung durch Fachleute gefragt, die Kindern Klimaschutz und Energiesparen altersgerecht vermitteln können. -cal-

 
 

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