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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Dezember 2013

Maßnahmen für Stadthalle bündeln

 

Aufsichtsrat informierte sich über Zukunftskonzept /Brandschutzkonzept erforderlich

Die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) konnte zahlreiche Veranstaltungen mit internationaler Strahlkraft nach Karlsruhe akquirieren. Um auf Dauer attraktiver Veranstaltungsort zu sein, hatten der Aufsichts- und Gemeinderat daher ein Modernisierungskonzept beschlossen. Die Bestandsaufnahme hat nun Mängel ergeben, die eine ergänzende technische Überarbeitung erfordern. Hierüber informierte die Stadtverwaltung am Mittwoch, 4. Dezember, im KMK-Aufsichtsrat.

Aktuelle Vorgaben für Versammlungsstätten bedingen eine zeitnahe Anpassung des Brandschutzkonzeptes. Hierzu wird ein Bündel aus organisatorischen, technischen und baulichen Maßnahmen erforderlich sein. Überprüft werden müssen unter anderem die Leitungsführung, die Fluchtwegsituation sowie die Entrauchung der Säle und Foyerflächen.

Betroffen von den sich hieraus ergebenden Nutzungseinschränkungen sind vor allem Großkongresse. Die Veranstaltungen müssen derzeit mit organisatorischen Maßnahmen einzeln den Bedingungen angepasst werden. Ziel ist zu gewährleisten, dass die Halle während der Umbauphasen für geplante Veranstaltungen weitestgehend bespielbar bleibt.

Zusätzlich zu den Fragen des Brandschutzes waren parallel zur Gestaltungsplanung Gutachten zur Technik und zum Energieverbrauch eingeholt und Zukunftspotenziale für die Stadthalle ermittelt worden. So hat sich etwa die Kältererzergung als Kostentreiber erwiesen.  Das im letzten Jahr vorgestellte Modernisierungskonzept setzt vor allem darauf, die Stadthalle zur multifunktionalen Projektionsfläche für die Veranstalter zu machen.

Alle Aspekte werden nun in einem Projekt bestehend aus den vier Säulen Technik, Energie, Gestaltung sowie Sicherheit und Brandschutz zusammengeführt: Eine erste Bauphase für die Modernisierung war für den Sommer 2014 vorgesehen, nun haben die Brandschutzmaßnahmen erste Priorität. Der Aufsicht befasste sich auch mit der Frage, wie sichergestellt werden, dass Ästhetik und Funktionalität der Stadthalle durch die Brandschutzmaßnahmen nicht beeinträchtigt werden. Nachdem für die komplexe Infrastruktur nun alle Vorgaben für das weitere Vorgehen vorliegen, stehe der konkreten Umsetzungsplanung nichts mehr im Wege steht, so Aufsichtsratsvorsitzende EB Margret Mergen.

Die Umsetzungsplanung erfordert Zeit. Das gilt auch für den Teilaspekt Brandschutz. Denn die Besonderheit der Hallenarchitektur lässt einen Brandschutz "von der Stange" nicht zu. Das auf die Architektur zugeschnittene Brandschutzkonzept sollen mit den übrigen technischen Maßnahmen des Gesamtprojekts verzahnt werden.

KMK-Aufsichtsrat und Stadtverwaltung waren sich einig, dass sich das Gesamtkonzept letztlich auszahlen wird, auch wenn es möglicherweise Auswirkungen auf die Zeitachse für die Stadthallen-Umgestaltung haben. Die Stärkung des Kongressstandorts Karlsruhe lohne diese zukunftsgerichtete Investition. -rie-

 
 

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