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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Dezember 2013

Umweltausschuss: Vorsorge wird ernst genommen

HYGIENE wird im Städtischen Klinikum groß geschrieben. Foto: Fränkle

HYGIENE wird im Städtischen Klinikum groß geschrieben. Foto: Fränkle

 

MRSA-Prophylaxe war Thema

Um Maßnahmen zur Eindämmung multiresistenter Keime im Städtischen Klinikum sowie die Ergebnisse der kommunalen Gesundheitskonferenz ging es jetzt im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit.

Dezernent Klaus Stapf sowie Klinikumsexperten versicherten, das Krankenhaus der Maximalversorgung nehme die MRSA- (Methicillin-resistente Staphylococcus aureuas) Prophylaxe sehr ernst und es werde eine konstante Auseinandersetzung mit dem Thema der multiresistenten Erreger (MRE) geben.

Letzteres wurde nach einem Zusatzantrag der Linken vom Gemeinderat  im Oktober in den Ausschuss verwiesen und auch im Aufsichtsrat des Klinikums behandelt. Danach sind bauliche Maßnahmen zur funktional getrennten Behandlung von Patienten mit multiresistenten Keimen im Rahmen der Neubauplanungen integriert.

Eine unabhängige, externe Überwachung sei im Klinikum gewährleistet. Außerdem gibt es ein nach wissenschaftlichem Stand sinnvolles erweitertes Screening auf MRE-Trägerschaft. So werden über 15 Prozent aller Patienten gescreent, davon gehören ein Prozent in die Hochrisikogruppe. Letztere werden bis zum Vorliegen der Ergebnisse vorsorglich isoliert. Das Gremium billigte dieses Vorgehen und sah das Klinikum hier gut aufgestellt.

Die Gesundheitskonferenz hatte sich mit dem Thema "Gesund aufwachsen in Karlsruhe" befasst. Der Gemeinderat beschloss 2011 eine Leitlinie. Laut Kindergesundheitsbericht von 2012 soll ab 2014 eine Datenbank zur Übersicht gesundheitsförderlicher Angebote für Stadt und Landkreis einsichtbar sein,  gibt es in allen Stadtteilen Startpunkt-Familienzentren und Peditram oder Elternhaltestellen. Räumlichkeiten und Bedingungen wie gesunde Ernährung und Bewegung in Kindertageseinrichtungen und Schulen werden nach einer vom Ausschuss gebilligten  Kriterienliste optimiert. Die Anregung aus dem Gremium, die Größe des Mobiliars altersgerecht anzupassen, wird die Verwaltung auf ihre Umsetzbarkeit prüfen. -cal-

 
 

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