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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Dezember 2013

Verhalten geändert und Wette gewonnen

KLIMAWETTE GEWONNEN: Bürgermeister Klaus Stapf (7. von links) zeichnete die Wett-Haushalte aus. Foto: Fränkle

KLIMAWETTE GEWONNEN: Bürgermeister Klaus Stapf (7. von links) zeichnete die Wett-Haushalte aus. Foto: Fränkle

 

Klimawetten-Haushalte ausgezeichnet

"Licht ausschalten, wenn man es nicht braucht, das bringt richtig viel" oder, "wenn wir die Heizung etwas runterdrehen und nur noch heizen, wo wir es wirklich brauchen, das spart richtig Energie und spart zudem auch noch Kosten." So oder so ähnlich berichten die fünf Haushalte von ihren Erfolgen, die sich über ein Jahr lang dazu bereit erklärt haben, ihr Energieverhalten unter die Lupe zu nehmen und die sich per Wette dazu verpflichtet haben, bestimmte Einsparziele in jedem Fall zu erzielen.

Die Haushalte hatten darauf gewettet, zwischen fünf und 15 Prozent Energie einzusparen und damit ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Tatsächlich haben sie Einsparungen zwischen elf und immerhin 43 Prozent erzielt und damit alle ihre "Klimawette" gewonnen.

Den Vogel dabei abgeschossen hat eine WG von drei KIT-Studenten. Sie leben gemeinsam in einer Altbauwohnung in der Südstadt, die energetisch alles andere als optimal ausgestattet ist. Mit ganz vielen Kleinigkeiten (Tenor: "Wir wissen eigentlich gar nicht so recht, wie wir es geschafft haben."), haben sie ihren Strom- und Energieverbrauch nahezu halbiert.

Auf immerhin 18 Prozent ist die Familie Falk-Jordan in der Nordweststadt gekommen, die dort ein Altbauhaus bewohnt. Von ähnlichen Erfahrungen berichten auch alle anderen an der Klimawette zwischen Herbst 2012 und Herbst 2013 beteiligten Haushalte.

Bürgermeister Klaus Stapf hat sie vor kurzem im "Studio 3" der Kinemathek empfangen und ihnen ihre Urkunden überreicht. Darüber hinaus bekommt jeder Haushalt auch noch einen Geldbetrag, mit dem er klimafreundliche Geräte anschaffen kann.

Und weitermachen wollen alle. So hat sich die Familie Falk-Jordan etwa vorgenommen, ihr Mobilitätsverhalten umzustellen. Sie schafft ihr altes Auto ab. Für die Fahrt zur Arbeit kauft sie ein Elektro-Auto, für Langstrecken nutzt sie Carsharing-Fahrzeuge. -erg-

 
 

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