Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Dezember 2013

Vorschläge für Landschaftsplan

 

Formulare auch im Internet

Seit 1976 gibt es den Nachbarschaftsverband Karlsruhe (NVK). Der Zusammenschluss von vier Städten und elf Gemeinden in der Region Karlsruhe mit über 450.000 Einwohnerinnen und Einwohnern vereinbart, wo im Stadtumlandbereich Wohnungen gebaut, Gewer-begebiete ausgewiesen, Industrien angesiedelt und Grünflächen angelegt werden.

Dies legt er im Flächennutzungs- sowie im Landschafts­plan fest. Zur Fortschreibung des Landschaftsplans 2030 fand kürzlich in Karlsruhe die 3. Landschaftskonferenz statt. Gekom­men waren Bür­gerinitiativen, Ge­meinderäte, Planer und Bürgermeister sowie Bürgerinnen und Bürger.

Standen bei den ersten beiden Konferenzen in diesem Jahr Leitbildentwicklung sowie Analyse der Landschaft im Mittelpunkt, ging es dieses Mal darum Maßnahmen für die Landschaftsentwicklung vorzuschlagen. Erarbeitet wird der Landschaftsplan 2030 von dem Raumplaner- und Landschaftsarchitekten-Büro Hage + Hoppenstedt Part­ner - im Auftrag des NVK und in Zusammenarbeit mit ihm. Heike Dederer von der Planungsstelle des NVK machte außerdem darauf aufmerksam, "dass der Landschafts­plan parallel zum Flächennutzungsplan weiterentwickelt wird."

Das Planungsbüro hatte sich für die 3. Landschaftskonferenz die Erarbeitung konkreter Vorschläge für Oberrhein-Niederung, Hardtebene, Kinzig-Murg-Rinne und Kraichgau überlegt, aber auch zum Gesamtplan konnten Vorschläge gemacht werden.

An den Stellwänden mit Karten entwickelten sich schnell Gespräche und Gedanken: Die Nord-Süd-Verbindung für Radfahrer im Westen von Karlsruhe in Rheinnähe könnte beispielsweise besser werden, für die Landschaft wertvolle Flächen sollten im Plan deutlich gemacht und auch das Wandern von Tierarten in Richtung Osten sollte ermöglicht werden. Für das Pfinztal kam unter anderem der Vorschlag, einen Wanderweg entlang des Flusses anzulegen sowie Grünzäsuren zu erhalten, zu vernetzen und weiter zu entwickeln. Ein Projekt für Ettlingen könnte sein, ein Grünzugsystem zu entwickeln oder einen durchgängigen Albwanderweg anzulegen.

Gottfried Hage vom Planungsbüro lobte die große Kenntnis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer über ihren Raum und betonte: "Es ist wichtig, frühzeitig in Dialog zu kommen." Die Ergebnisse der 3. Landschaftskonferenz fließen in die Fortschreibung des Landschaftsplans ein. Bürgerinnen und Bürger können noch bis 15. Dezember über ein Online-Formular Vorschläge machen. Zu finden ist es unter www.nachbar­schafts­verband-karls­ruhe.de, Aktuelle Verfahren, 3. Land­schaftskonferenz. Hier wird bald auch eine Dokumentation des Abends zu finden sein. -res-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe