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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Dezember 2013

Aktionstag: Eine Frage der Ehre

Jobben für guten Zweck

M wie Mitmachen, I wie Interesse, T wie Team, M wie Motivation, A wie Arbeitswelt, C wie Charakter, H wie Hilfe, E wie Engagement, N wie Neugier: Was Schülerbotschaftern beim Buchstabieren des Mottos "Mitmachen Ehrensache" zum Auftakt des landesweiten Aktionstags im Landratsamt einfiel, enthielt alles Wesentliche. Es ging um gemeinschaftlichen sozialen Einsatz.

Zum neunten Mal sind Stadt- und Landkreis Karlsruhe bei der (Ehren)sache. Schlicht und gut ist das von Jugendagenturen organisierte Projekt: Jugendliche ab der siebten Klasse jobbten am 5. Dezember, dem Internationalen Tag des Ehrenamtes, einen Tag lang bei einem Arbeitgeber ihrer Wahl. In Karlsruhe etwa bei dm oder den Stadtwerken.

Sie lernten Betriebe kennen und hatten danach zumindest eine ungefähre Vorstellung, ob eine solche berufliche Ausrichtung etwas für sie wäre. Ihren Verdienst steckten sie nicht in die eigene Tasche, sondern spendeten ihn für selbst gewählte soziale Projekten. Und damit die Idee unter die Leute kommt, wird sie von "Botschaftern im Einsatz" in der Schule und im Freundeskreis beworben.

"Mitmachen Ehrensache" brächte allen Beteiligten etwas, war Erster Landesbeamter Knut Bühle überzeugt. Den Betrieben, bei denen "nicht nur eine Bewerbungsmappe auf dem Tisch liegt", sondern die junge Leute kennenlernten. Und den Kolleginnen und Kollegen auf Zeit, für die am Ende des Tages möglicherweise ein Praktikum herausspränge.

Von einer "festen Marke" sprach Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, der mit Landrat Dr. Christoph Schnaudigel die Schirmherrschaft über den Aktionstag übernommen hatte. Jugendliche seien verantwortungsbewusst und werteorientiert und wenn "ihr die Möglichkeit zum Engagement habt, nutzt ihr sie", führte Mentrup an, dass das Botschafterteam bereits zwei Mal vom Kultusministerium ausgezeichnet worden sei.

Im vergangenen Jahr waren über 1.200 Schülerinnen und Schüler aktiv und erwirtschafteten in 6.000 Stunden bei 700 Arbeitgebern insgesamt 33.000 Euro, die an 30 soziale Projekte verteilt wurden. Eine hohe Messlatte, die alle Beteiligten noch zu überbieten hoffen. -maf-

 
 

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